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Martin Schulz: „Kann die Verbissenheit von Armin Laschet nicht nachvollziehen“

  • Als SPD-Kanzlerkandidat musste Martin Schulz selbst eine herbe Wahlniederlage einstecken.
  • Das Verhalten des Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet nach der diesjährigen Bundestagswahl kann er nicht nachvollziehen.
  • Er selbst habe nach seiner Wahlniederlage aber kein Mitleid gewollt, sagte Schulz in einem Interview.
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Der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagt, dass er nicht nachvollziehen könne, dass Unionskanzlerkandidat Armin Laschet nach der herben Wahlniederlage der Union bei der Bundestagswahl weiterhin Bundeskanzler werden möchte.

„Ich kann die Verbissenheit von Armin Laschet nicht nachvollziehen. Wer ein Minus von 9 Prozent bei einer Bundestagswahl einfährt, kann nicht reklamieren, das Land zu führen“, sagte Schulz der „Bild“. Als langjähriger Politiker spüre man eigentlich schon im Wahlkampf, ob es laufe oder nicht, betonte Schulz.

„Laschet klammert sich an die Jamaika-Perspektive, weil er glaubt, das sei seine Lebensversicherung. Das führt zu einer Hängepartie in der Union“, attestierte Schulz in dem Interview. Ohne die theoretische Möglichkeit einer Jamaika-Koalition hätten Laschets Parteikollegen ihn bereits zum Rücktritt gezwungen, vermutete der SPD-Politiker.

„Ich habe auch von niemandem Mitleid gewollt, als ich die Wahl verloren hatte“

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Aus eigener Erfahrung erklärte Schulz, dass eine „sehr schwere Lage“ für Armin Laschet sei. Er tue ihm nicht leid. „Ich habe auch von niemandem Mitleid gewollt, als ich die Wahl verloren hatte. Wer Regierungschef der viertgrößten Industrienation der Welt werden will, der muss wissen: Da geht es zur Sache“, unterstrich Schulz.

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Martin Schulz war bei der Bundestagswahl im Jahr 2017 Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. Zudem wurde er mit 100 Prozent der Stimmen zum Parteivorsitzenden gewählt.

Der sogenannte „Schulz-Effekt“ führte nach seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten zu einem Anstieg der Umfragewerte seiner Partei. Bei der anschließenden Bundestagswahl fuhr die SPD mit nur 20,5 Prozent das schlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte ein. Heute ist Schulz Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung.

RND/sic

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