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Marokko will offenbar Beziehungen zu deutscher Botschaft aussetzen - Organisationen überrascht

  • Marokko will nach Berichten die Beziehungen zur deutschen Botschaft und den mit ihr verbundenen Organisationen aussetzen.
  • Die genauen Gründe für den Schritt sind unklar.
  • Vertreter deutscher Organisationen in dem Land zeigten sich überrascht.
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Rabat. Nach Berichten über einen Entschluss Marokkos, die Beziehungen zur deutschen Botschaft und den mit ihr verbundenen Organisationen im Land auszusetzen, bemüht sich die deutsche Seite um Klärung. Man stehe deshalb in Kontakt mit der deutschen Botschaft, hieß es aus dem Büro der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Rabat am Dienstag.

„Wir arbeiten weiter an unseren Projekten, aber gerade müssen einige Dinge geklärt werden“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Vertreter deutscher politischer Stiftungen im Land zeigten sich ebenfalls überrascht.

Die Nachrichtenseite „Medias24“ hatte am Montagabend ein Schreiben des marokkanischen Außenministers Nasser Bourita veröffentlicht. Darin werden marokkanische Behörden gebeten, „jeglichen Kontakt“ mit der Botschaft und mit ihr verbundenen deutschen Organisationen auszusetzen. Als Grund werden lediglich „tiefe Missverständnisse“ zu „grundlegenden Fragen des Königreichs Marokko“ genannt. Die genauen Gründe für den Schritt blieben am Dienstag zunächst unklar.

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Eine Mitteilung an die Botschaft oder die deutschen Organisationen dazu gab es offenbar nicht. Erste Auswirkungen scheinen sich aber bereits anzudeuten: „Einige Partner haben uns gebeten, Veranstaltungen auf nächste oder übernächste Woche zu verschieben“, sagte Steffen Krüger, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) für Marokko. „Wir vermuten, dass das eine Akkumulierung verschiedener Probleme und Ursachen ist“, sagte Krüger der dpa mit Blick auf die Auslöser für den Schritt.

Eine offizielle Mitteilung von marokkanischer Seite gab es auch am Dienstag zunächst nicht. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin wollte den Vorgang ebenfalls nicht kommentieren. „Wir haben die Medienberichte zur Kenntnis genommen“, hieß es aus Berlin.

RND/dpa

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