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Mehrheit der Deutschen traut Markus Söder Kanzleramt zu

  • Bei der K-Frage der Union war in den vergangenen Wochen neben den drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz auch immer wieder ein Name gefallen: CSU-Chef Markus Söder.
  • Laut einer neuen Umfrage traut ihm eine deutliche Mehrheit der Deutschen auch das Kanzleramt zu.
  • Im März – also zu Beginn der Corona-Krise – hatte er wesentlich weniger Zuspruch.
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Berlin. Nach mehreren Monaten Corona-Krisenmanagement trauen deutlich mehr Menschen dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder das Amt des Bundeskanzlers zu. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-“Politbarometer” hervorgeht, halten 64 Prozent der Bürger, also fast zwei Drittel, den CSU-Chef für geeignet.

Im März waren nur 30 Prozent dieser Meinung, 51 Prozent hatten ihm die Eignung damals abgesprochen. Unter den Unionsanhängern glauben demnach nun sogar 78 Prozent, dass er das Zeug zum Bundeskanzler hat.

Damit liegt Söder deutlich vor den drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Den Wirtschaftsexperten Friedrich Merz halten 31 Prozent für geeignet fürs Kanzleramt, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet 19 Prozent und den Außenpolitiker Norbert Röttgen 14 Prozent. Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist in den Augen von 48 Prozent der Befragten geeignet für das Amt des Bundeskanzlers.

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Auch bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung steht Bayerns Regierungschef gut da. Auf der Skala von minus fünf bis plus fünf landet er hinter der Spitzenreiterin, Kanzlerin Angela Merkel (CDU, 2,7), mit 2,0 auf dem zweiten Platz. Scholz kommt auf denselben Wert, gefolgt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, 1,5), Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD, 1,4) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU, 1,3).

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, läge dem “Politbarometer” zufolge die Union mit 39 Prozent klar vorn, gefolgt von den Grünen mit 20 Prozent. Bei der vorigen Befragung vor zwei Wochen war der Abstand von CDU/CSU mit 40 zu 19 Prozent noch etwas deutlicher. Bei den anderen Parteien gab es keine Veränderung: Die SPD liegt mit 15 Prozent weiter auf Platz drei, gefolgt von AfD (9 Prozent), Linke (7 Prozent) und Schlusslicht FDP (5 Prozent).

Die Umfrage für das ZDF-”Politbarometer” wurde von der Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 7. und dem 9. Juli durchgeführt. Befragt wurden telefonisch 1226 zufällig ausgewählten Wahlberechtigte. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

RND//dpa/das

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