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Russland hat die Stadt eingenommen

Zivilisten und Soldaten eingekesselt: Ukraine fordert humanitären Korridor für Mariupol

Russische Truppen greifen das Stahlwerk Azovstal in Mariupol an. (Archivbild)

Russische Truppen greifen das Stahlwerk Azovstal in Mariupol an. (Archivbild)

Kiew/Mariupol. Die ukrainische Regierung hat von Russland für das eingekesselte Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol einen humanitären Korridor gefordert.

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„Dort befinden sich gerade etwa 1000 Zivilisten und 500 verwundete Soldaten. Sie müssen alle heute aus Azovstal herausgeholt werden!“, schrieb Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Donnerstag im Nachrichtenkanal Telegram.

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Die Ukraine ist offenbar zu außerordentlichen Gesprächen ohne Vorbedingungen mit Russland bereit.

Sie rief „die Welt“ dazu auf, alle Anstrengungen jetzt auf das Stahlwerk zu konzentrieren. „Das ist jetzt der Schlüsselpunkt und der Schlüsselmoment für die humanitären Bemühungen“, betonte Wereschtschuk.

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Kurz zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin seinem Verteidigungsminister Sergej Schoigu die Anordnung gegeben, das Gelände des Stahlwerks nicht zu stürmen. „Blockiert diese Industriezone so, dass nicht einmal eine Fliege rauskommt“, ordnete der Kremlchef an. Die ukrainischen Kämpfer sollten die Waffen niederlegen, dann werde ihnen das Leben garantiert.

Die südostukrainische Hafenstadt Mariupol ist kurz nach Beginn des seit zwei Monaten dauernden russischen Angriffskrieges seit Anfang März von russischen Truppen eingeschlossen. Mehrere Versuche einer geordneten Evakuierung von Zivilisten ins Regierungsgebiet schlugen fehl.

RND/dpa

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