Schwesig an Brustkrebs erkrankt: “Dieser Krebs ist heilbar”

  • Schwerer Schlag für Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin: Manuela Schwesig ist an Brustkrebs erkrankt.
  • Das teilte die SPD-Politikerin am Dienstag mit.
  • Ihr Amt im Land will sie weiter ausüben, auf Bundesebene zieht sie sich aber zurück.
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Schwerin. Mecklenburg Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist an Brustkrebs erkrankt. Wie die SPD-Politikerin am Dienstag mitteilte, habe sie ihr Kabinett darüber am Morgen informiert. "Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar", so Schwesig in der Mitteilung. Allerdings sei eine medizinische Behandlung notwendig, weswegen sie in den kommenden Monaten nicht alle Termine wahrnehmen könne.

Im Amt als Ministerpräsidentin und als Parteivorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern wolle die 45-Jährige aber weiter arbeiten. „Nach intensiven Gesprächen mit meinen behandelnden Ärzten bin ich sehr zuversichtlich, dass ich wieder vollständig gesund werde", sagte Schwesig. "Deshalb habe ich mich entschieden, das Amt der Ministerpräsidentin und auch den Parteivorsitz hier im Land weiter auszuüben.“

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Krebserkrankung: Manuela Schwesig legt SPD-Vorsitz nieder
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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Brustkrebs und legt deswegen ihr Amt als kommissarische SPD-Chefin nieder.  © dpa
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In ihrer Rolle als Bundespolitikerin wird es jedoch Veränderungen geben, so Schwesig. „Allerdings ist auch klar, dass ich in den kommenden Monaten meine Kräfte auf Mecklenburg-Vorpommern, meine Gesundheit und meine Familie konzentrieren muss. Deshalb werde ich meine Parteiämter auf Bundesebene niederlegen“, sagte sie. Schwesig ist eine der drei kommissarischen SPD-Vorsitzenden sowie SPD-Vize.

Als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern wurde sie im Juli 2017 vereidigt. Die damalige Bundesfamilienministerin übernahm das Amt von Erwin Sellering (SPD), der wegen einer Krebserkrankung zurückgetreten war.

Im Netz erhielt die SPD-Politikerin viele Genesungswünsche. Einer der ersten, der Schwesig gute Besserungs wünschte, war FDP-Chef Christian Lindner.

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Auch die Landes-SPD und die Gewerkschaft der Polizei, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, schickten digital Blumen in die Schweriner Staatskanzlei.

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Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) wünschte Schwesig viel Kraft.

Der Rechtsanwalt und Journalist Hasso Suliak will Schwesig nächstes Jahr wieder beim Rockfestival gegen Rechts im mecklenburgischen Jamel treffen.

Der selbst vor kurzem an Krebs erkrankte und inzwischen gesundete CDU-Spitzenkandidat in Thüringen, Mike Mohring, wünschte Schwesig Gottes Segen.

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Schwesig war von 2013 bis 2017 Bundesfamilienministerin. Seit Juli 2017 ist sie Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, seit Anfang 2019 gemeinsam mit Hermann Gröhe (CDU) Vorsitzende des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat. Nach dem Rücktritt der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles im Juni 2019 führte sie die SPD gemeinsam mit Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel kommissarisch.

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RND/das