Schwesig an Krebs erkrankt: “Diagnose hat mich getroffen”

  • Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, ist an Brustkrebs erkrankt.
  • Sie gibt deshalb ihre Ämter auf Bundesebene ab.
  • Auf Twitter hat sie nun ein Video veröffentlicht, in dem sie über ihre Erkrankung spricht.
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Stralsund. „Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar" - mit diesen Worten hatte Manuela Schwesig am Dienstagvormittag in einer Mitteilung ihre Erkrankung öffentlich gemacht. Die Diagnose: Brustkrebs. Wegen der nötigen medizinischen Behandlung, so erklärt die SPD-Politikerin, werde sie das Amt als kommissarische SPD-Vorsitzende niederlegen. Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern wolle sie aber bleiben, auch wenn sie nun nicht alle Termine wahrnehmen könne.

Nur wenige Stunden später stellt die Politikerin ein Video auf ihr Twitter-Profil, in dem sie über die Erkrankung spricht. "Heute ist ein bewegender Tag für mich", so beginnt Schwesig ihre Ansprache. "Die Diagnose hat mich schwer getroffen, auch meine Familie. Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass ich wieder gesund werde", fährt sie fort.

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Schwesig bedankt sich weiterhin bei allen für die Anteilnahme, das gebe ihr Kraft und Mut. Unter anderem hatte Thüringens CDU-Landesvorsitzender Mike Mohring getwittert: „Von Herzen wünsche ich Ihnen Genesung und auf dem anstrengenden Weg dahin, Kraft und Zuversicht, ein Licht an dunklen Tagen und wenn ich das darf, Gottes reichen Segen.“ Mohring war selbst im vergangenen Jahr an Krebs erkrankt und hatte dies zu Jahresbeginn öffentlich gemacht.

Auch unter Schwesigs Video sammelten sich schnell viele Genesungswünsche. Unter anderem wünscht ihr dort die Grünen-Politikerin Renate Künast "viel Kraft! Alles Gute." Die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser wünscht "alles erdenklich Gute! Manches wird schwierig, deshalb immer an das Licht am Ende des Tunnels denken!"

Bei ihrer Erklärung im Schweriner Landtag sagte Schwesig zudem: Viele an Brustkrebs erkrankte Frauen in Deutschland zeigten, dass ein couragierter Umgang mit der Krankheit, Therapie und Berufstätigkeit vereinbar seien. „Allerdings ist auch klar, dass ich in den kommenden Monaten meine Kräfte auf Mecklenburg-Vorpommern, meine Gesundheit und meine Familie konzentrieren muss.“

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Video
Brustkrebs-Diagnose: Das sagt Manuela Schwesig zu ihrer Erkrankung
3:24 min
Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, ist an Brustkrebs erkrankt. Sie gibt deshalb ihre Ämter auf Bundesebene ab.  © dpa

Schwesig erhielt die Diagnose Brustkrebs nach eigenen Worten bereits vor einiger Zeit. „Das war ein riesiger Schock“, sagte sie bei einem Statement vor der Presse in der Schweriner Staatskanzlei. „Wenn man dann aber wieder halbwegs klar denken kann, viele Gespräche führt mit behandelnden Ärzten, dann wird schnell deutlich, dass Krebs nicht gleich Krebs ist, dass es unterschiedliche Prognosen, Heilungschancen und Therapiemöglichkeiten gibt.“

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Am Montag sei die Entscheidung für die medizinische Behandlung getroffen worden, die überwiegend ambulant erfolgen könne. Sie sei sehr zuversichtlich, wieder vollständig gesund zu werden, sagte Schwesig. Wegen der Therapie werde sie in den kommenden Monaten nicht an allen Tagen öffentliche Termine wahrnehmen können. Sie habe ihre Minister gebeten, sie dann zu vertreten.

Schwesig ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie übernahm das Amt der Ministerpräsidentin im Sommer 2017 von Erwin Sellering (SPD), der ebenfalls an Krebs erkrankt war. Er ist inzwischen als SPD-Landtagsabgeordneter in die Politik zurückgekehrt.

RND/das/dpa