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Männer müssen wegen Sucht deutlich häufiger in Reha als Frauen

Eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung Bund zeigt, dass Suchprobleme zwischen Männern und Frauen unterschiedlich verteilt sind. Mit einer besonderen Strategie sollen Rückfälle vermieden werden.

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Berlin. Männer müssen wegen Sucht deutlich häufiger in Reha als Frauen. Das ergibt sich aus einer Statistik über bewilligte Rehamaßnahmen der Rentenversicherung, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Insgesamt hat die Deutsche Rentenversicherung Bund im Jahr 2018 mehr als 54.000 Rehabilitationsbehandlungen wegen einer Suchterkrankung bewilligt. Etwa drei Viertel der Patienten waren Männer, ein Viertel Frauen.

Die meisten dieser Entwöhnungsbehandlungen – nämlich 64 Prozent – wurden demnach aufgrund von Alkoholabhängigkeit bewilligt. In 34 Prozent der Fälle erfolgte eine Bewilligung wegen Drogenabhängigkeit, in zwei Prozent wegen einer Abhängigkeit von Medikamenten. Anspruch haben suchtkranke Versicherte, die in den letzten zwei Jahren vor Antragsstellung mindestens sechs Monate einer versicherten Beschäftigung nachgegangen sind.

Darum geht es beim sogenannten Nahtlosverfahren

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Um einen Rückfall nach dem Entzug im Krankenhaus zu vermeiden, wurde 2017 das sogenannte Nahtlosverfahren eingeführt: Der Patient wird direkt im Anschluss an den Entzug in die Reha-Klinik verlegt. „Durch den unmittelbaren Anschluss der Reha an den Entzug im Krankenhaus wollen wir eine verbesserte Versorgung unserer Versicherten erreichen“, sagte Brigitte Gross, Direktorin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund richtet vom 15. bis zum 17. April ein Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium mit 1500 Teilnehmern aus, das sich mit der Rehabilitation als Gesundheitsstrategie der Zukunft beschäftigt.

Von Tobias Peter/RND

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