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Dreyer: Reiserückkehrer sollen mittelfristig Corona-Tests selbst bezahlen

  • Seit Anfang August können sich Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.
  • Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer hat dafür “großes Verständnis”.
  • Für den Herbst fordert sie allerdings eine neue Strategie und will die Reisenden zur Kasse bitten.
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Mainz. In der Diskussion um verpflichtende Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten hat sich die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer mittelfristig für eine Kostenübernahme durch die Reisenden ausgesprochen.

Die SPD-Politikerin sagte in der ZDF-Sendung “Maybrit Illner” am Donnerstagabend, sie habe “großes Verständnis” für die derzeit kostenlose Verfahrensweise, weil schnelles Handeln gefordert gewesen sei. “Aber ich finde dezidiert, wir brauchen eine neue Strategie in den Herbst rein, wenn wieder Ferien sind.” Darüber wolle sie bei der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche sprechen.

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Verpflichtende Quarantäne und selbst bezahlte Tests

Die “Volksseele” koche zu Recht, wenn jemand bewusst ins Risikogebiet Mallorca fahre und sich bei der Rückkehr auf Kosten der Allgemeinheit testen lasse, sagte Dreyer. Sie plädiere für Rückkehrer aus solchen Regionen für verpflichtende Quarantäne und selbst bezahlte Tests einige Tage nach Rückkehr. Wer den Test nicht bezahlen wolle, müsse 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Seit Anfang August besteht eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten. Aktuell können sich die Reisenden kostenlos testen lassen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat diese Regelung wiederholt verteidigt.

Sollten die Test kostenpflichtig werden, würden manche Reisende möglicherweise versuchen, sie zu vermeiden, argumentiert der Minister. Vertreter verschiedener Parteien haben sich indes dafür ausgesprochen, Reiserückkehrer aus Risikogebieten zumindest an den Testkosten zu beteiligen.

RND/dpa

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