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Mali: UN-Sicherheitsrat fordert Freilassung des Übergangspräsidenten aus Militärcamp

  • Mitte Mai wurde die Regierung im westafrikanischen Staat Mali aufgelöst.
  • Kurz darauf ließ der Vizepräsident Assimi Goïta den Übergangspräsidenten Bah N’Daw verhaften.
  • Der UN-Sicherheitsrat fordert jetzt seine sofortige Freilassung aus dem Militärcamp, in dem er festgehalten wird.
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New York, Genf. Die 15 Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrates haben von Malis Militär die sofortige und bedingungslose Freilassung des festgesetzten Übergangspräsidenten und aller anderen Regierungsmitglieder verlangt. Die Streitkräfte sollten sich in die Kasernen zurückziehen, erklärte das UN-Gremium in New York am Mittwoch (Ortszeit) in einer Presseerklärung.

Die Sicherheitsratsmitglieder verurteilten die Festnahmen und betonten, dass sie internationale Vermittlungsbemühungen unterstützen. Ziel müssten die Wideraufnahme des Übergangsprozesses und freie Wahlen sein. Die jüngsten Entwicklungen dürften den westafrikanischen Staat nicht weiter destabilisieren, hieß es.

Nach Uneinigkeiten über die Besetzung der Übergangsregierung hatte das Militär den Präsidenten Bah N’Daw und den Ministerpräsidenten Moctar Ouane festgenommen und für abgesetzt erklärt.

Der Chef der Militärjunta und bisherige Vizepräsident Assimi Goïta habe inzwischen die Rolle des Staatschefs übernommen, berichtete der staatliche Rundfunk ORTM am Mittwochabend. Goïta hatte bereits im August einen Militärputsch angeführt und zeitweise die Macht übernommen.

RND/epd

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