Macron rechnet mit Fortsetzung von Debatten in der Nato

  • Frankreichs Präsident glaubt an die Bedeutung seiner scharfen Kritik an der Nato.
  • Die derzeitigen Diskussionen seien unentbehrlich und würden fortgesetzt, betont Macron nun.
  • Zudem sieht er Themen, die noch nicht ausreichend geklärt seien.
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Watford. Emmanuel Macron hat sich beim Nato-Gipfel optimistisch gezeigt, dass seine Hirntod-Äußerungen die von ihm gewünschte Wirkung zeigen. "Ich denke, dass es unsere Verantwortung ist, Unklarheiten zu beseitigen, die schädlich sein können, und eine echte Strategiedebatte zu führen", sagte er in Watford bei London. Die Debatte habe nun begonnen und werde fortgesetzt. Darüber freue er sich. Die derzeitigen Diskussionen seien unentbehrlich.

Gipfel wird stark von Macrons Äußerungen überschattet

Als wichtige strategische Themen nannte Macron den Umgang mit der Aufkündigung des INF-Vertrags zum Verzicht auf landgestützte atomare Mittelstreckenraketen und Grundsatzfragen. "Wie schaffen wir einen dauerhaften Frieden in Europa? ... Wer ist unser Feind? Wie gehen wir gemeinsam gegen den Terrorismus vor?", sagte er. Es gebe so viele Themen, die nicht ausreichend geklärt seien. In Anspielung auf die ständigen Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach höheren Verteidigungsausgaben sagte er, es müsse aus seiner Sicht über andere Sachen debattiert werden als über Budget- und Finanzfragen.

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Bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Großbritannien soll eigentlich vor allem das 70-jährige Bestehen des Militärbündnisses gefeiert werden. Der Gipfel wird allerdings stark von Ärger über Macron und dessen Äußerungen überschattet. Etliche Alliierte halten es für schädlich und falsch, dass er das Bündnis jüngst als hirntot bezeichnete, um sich über mangelnde politische Abstimmung innerhalb des Bündnisses zu beschweren.

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RND/dpa