CDU

Maaßen-Debatte beschert Werte-Union neue Mitglieder

  • Mehrere Hundert Menschen haben sich entschieden, der konservativen Vereinigung von CDU-Mitgliedern, der Werte-Union, beizutreten.
  • Offenbar haben die Aussagen von Annegret Kramp-Karrenbauer über Hans-Georg Maaßen dazu geführt, der der Werte-Union angehört.
  • Die CDU-Chefin hatte am vergangenen Wochenende einen Parteiausschluss Maaßens nicht ausgeschlossen.
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Berlin. Die konservative Werte-Union - eine umstrittene CDU/CSU-Splittergruppe - meldet einen neuen Mitgliederrekord. Die Mitgliederzahl sei in den vergangenen Tagen um mehrere Hundert gestiegen und liege mittlerweile bei fast 3000, sagte der Vorsitzende der Vereinigung, der CDU-Politiker Alexander Mitsch, dem Magazin "Spiegel". Grund dafür scheint die Debatte um den Parteiausschluss des früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen zu sein, der der Werte-Union angehört. Offenbar wollen viele Maaßen mit dem Eintritt in die Werte-Union unterstützen und die CDU wieder konservativer gestalten.

Parteiausschluss nicht ausgeschlossen

Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Wochenende einen Parteiausschluss Maaßens nicht ausgeschlossen. „Es gibt aus gutem Grund hohe Hürden, jemanden aus einer Partei auszuschließen. Aber ich sehe bei Herrn Maaßen keine Haltung, die ihn mit der CDU noch wirklich verbindet“, hatte die CDU-Chefin gesagt. Vor allem aus der ostdeutschen CDU hatte es heftigen Protest gegeben. Maaßen war im sächsischen Landtagswahlkampf für die Partei aufgetreten. Kramp-Karrenbauer musste das Thema klar stellen.

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