Maas warnt vor Bürgerkrieg in Myanmar

  • Nach dem Militärputsch in Myanmar reißen die Proteste nicht ab.
  • Ebenso wenig die brutale Gewalt, mit der die Sicherheitskräfte gegen Demonstranten vorgehen.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas ist tief besorgt - und warnt vor einem Bürgerkrieg.
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Berlin. Zwei Monate nach dem Militärputsch in Myanmar hat sich Bundesaußenminister Heiko Maas tief besorgt über die Lage in dem asiatischen Land geäußert und vor der Gefahr eines Bürgerkriegs gewarnt. „Die Militärs haben Myanmar innerhalb weniger Wochen an den Rand einer Katastrophe getrieben. Weit mehr als fünfhundert Menschen wurden bereits getötet, tausende sind auf der Flucht“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag).

Der Minister forderte, alle Akteure müssten jetzt den Druck auf das Regime erhöhen, damit es endlich auf die Gesprächsangebote der Partner im Staatenbund ASEAN eingehe. „Niemand in der Region kann ein Interesse haben, dass Myanmar im Bürgerkrieg versinkt - auch diejenigen nicht, denen es nicht um die Rettung der Demokratie geht.“

Seit dem Putsch Anfang Februar gibt es immer wieder Massenproteste, gegen die die Junta brutal vorgeht. Die Demonstranten fordern die Rückkehr zu demokratischen Reformen und die Wiedereinsetzung der zivilen Regierung.

Am Donnerstag hatte der UN-Sicherheitsrat die anhaltende Gewalt im früheren Birma verurteilt. Das Militär solle äußerste Zurückhaltung üben, teilte das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen mit. Auch bekräftigte der Rat seine Forderung nach der Freilassung von Regierungschefin Aung San Suu Kyi und Präsident Win Myint.

RND/dpa

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