Aktivistin Neubauer: Klimapolitische Bilanz von Laschet ist ernüchternd

  • „Die klimapolitische Bilanz von Herrn Laschet ist ernüchternd“, sagt Luisa Neubauer über den frisch gewählten CDU-Chef.
  • Die Klimaaktivistin erwartet von Armin Laschet schnell konkrete Konzepte im Kampf gegen die Klimakrise.
  • Und sie betont, dass Fridays for Future weiter Druck ausüben wird – auf alle Parteien.
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Berlin. Die Umweltaktivistin Luisa Neubauer von der Klimaschutzbewegung Fridays for Future stellt dem neuen CDU-Chef Armin Laschet ein bescheidenes Zeugnis aus und erwartet von ihm schnell konkrete Konzepte zum Kampf gegen die Klimakrise. „Die klimapolitische Bilanz von Herrn Laschet ist ernüchternd, seine Strategielosigkeit offensichtlich. Ein Weiter-So geht in der Klimakrise nicht auf“, sagte Neubauer der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Angesichts der beschleunigten Erderhitzung dürften die Herausforderungen nicht als „Modernisierungsprojekt“ verklärt werden. „Wie die anderen Entscheidungsträgerinnen muss Laschet anerkennen, dass er jetzt handeln muss, um mittelfristig Krisenlagen in ganz neuen Größenordnungen zu verhindern.“

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Armin Laschet zum CDU-Chef gewählt
1:23 min
Auf dem digitalen Parteitag der CDU haben die Mitglieder in einer Stichwahl online für den Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens gestimmt.  © Reuters
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Neubauer mahnte, die acht Monate bis zur Bundestagswahl dürften „nicht in Farbenspielereien untergehen“, dafür sei zu viel zu tun. „Nicht zuletzt steht noch immer die Frage im Raum, wie eine klimagerechte Corona-Bewältigung aussehen kann - und wer sie initiiert.“ Fridays For Future werde bis zur „Klimawahl“ im September - gemeint ist die Bundestagswahl - nicht nur Druck auf Laschet ausüben, sondern auf alle Parteien.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet war am Samstag zum neuen CDU-Chef gewählt worden. Er und CSU-Chef Markus Söder gelten als mögliche Kanzlerkandidaten der Union.

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future, von der Schwedin Greta Thunberg gegründet, fordert unter anderem, dass sofort alle Subventionen für fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl gestrichen werden. Zudem gehöre sofort ein Viertel der Kohlekraft abschaltet. Außerdem braucht es aus Sicht der Aktivisten sofort eine CO2-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen entsprechend den Kosten, die entstehen.

RND/dpa

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