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  • Luisa Neubauer enttäuscht von Klimapolitik der CDU-Kandidaten - eine Ausnahme gibt es

Klimaschützer enttäuscht von CDU-Kandidaten – mit einer Ausnahme

  • Klimaexperten wie die Professoren Claudia Kemfert und Volker Quaschning vermissen zukunftsfähige klimapolitische Vorstellungen der CDU-Vorsitzkandidaten.
  • Auch Aktivistin Luisa Neubauer ist enttäuscht.
  • Dabei sagt sie: „Konservative Klimaschutzansätze braucht es dringend.“
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Berlin. Nach der zweiten Debatte der Kandidaten um den CDU-Parteivorsitz sind Klimaschützer enttäuscht. „Es war extrem enttäuschend, dass keiner der Kandidaten ein erkennbares Konzept zur Bewältigung der Klimakrise durchblicken ließ“, sagte der Berliner Professor Volker Quaschning dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Während Norbert Röttgen wenigstens noch auf die Chancen einer ambitionierten Klima- und Umweltpolitik hinwies, waren die beiden anderen Kandidaten mit einem ‚Weiter so’ mit der bisherigen völlig unzureichenden Klimaschutzpolitik vollkommen zufrieden”, so Quaschning. „Der dringend benötige Aufbruch sieht anders aus.“

Die Ökonomin Claudia Kemfert gab besonders Friedrich Merz schlechte Noten: „Ich hätte mir eine moderne CDU gewünscht“, sagte sie dem RND. „Für das Klimawahljahr 2021 ist das noch zu mager. Merz ist mit den heutigen Aussagen die schlechteste Wahl. Man merkt, dass er sowohl aus der Finanz- als auch aus der Politikbranche raus ist.”

Klima-Aktivistin Luisa Neubauer bemängelte, dass Fridays for Future bei den CDU-Vorsitzkandidaten anscheinend überhaupt keine Spuren hinterlassen habe: „Zwei Jahre nach Beginn der Klimastreiks verhandeln die CDU-Kandidaten die Klimakrise wie ein Thema, bei dem man aus strategischen Gründen mitsprechen möchte, aber keinerlei Anspruch hat, wirkmächtige Konzepte vorzuweisen“, sagte Neubauer dem RND. „Daraus spricht vor allem ein beängstigend großes Unverständnis über den Charakter der ökologischen Krisen. Konservative Klimaschutzansätze braucht es dringend.“

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Neubauer, Kemfert und Quaschning nahmen auch an einer Diskussionsrunde zur Klimapolitik der CDU mit dem Journalisten Tilo Jung teil. Jung sagte über Röttgen: “Unter den Blinden ist der Einäugige König. Norbert Röttgen war der Einzige, der zumindest erkennen ließ, dass er den Klimawandel ernst nimmt und eine Ahnung davon hat, welche Probleme gelöst werden müssen.”

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