Luftwaffe hat nur vier einsatzbereite „Eurofighter“

Die Ausrüstungsprobleme der Bundeswehr ziehen weite Kreise: Aktuell sind von insgesamt 128 „Eurofightern“ nur vier Kampfjets einsatzbereit, wie der Spiegel berichtet. Im Krisenfall könnte die Bundesregierung damit ihre Zusicherung von 82 Kampfjets bei der Nato nicht einhalten.

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Berlin. Vom technischen Überflieger zum Sorgenkind der Luftwaffe: Die Bundeswehr hat massive Probleme mit der Einsatzbereitschaft ihrer Kampfjets vom Typ "Eurofighter", wie der Spiegel berichtet. Wegen technischer Schwierigkeiten beim Selbstschutzsystem seien von insgesamt 128 Fliegern nur rund zehn Jets für echte Einsätze startklar, und das obwohl Verteidigungsministerin Ursula Von der Leyen erst kürzlich höhere Investitionen in die Bundeswehr angekündigt hat.

Weil die Luftwaffe nur über kleine Bestände an Bewaffnung für den „Eurofighter“ verfüge, könnten derzeit sogar nur vier Jets für reale Missionen eingesetzt werden, berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf interne Berechnungen der Luftwaffe. Der Defekt am Selbstschutzsystem der Jets sei bereits vor einiger Zeit festgestellt worden – die Sensoren, die den Piloten vor feindlichen Flugzeugen warnen sollen, funktionierten nicht mehr richtig. Diese wurden zwar bereits an zahlreichen Kampfjets ausgetauscht, allerdings fehle wegen Lieferschwierigkeiten nach wie vor die richtige Kühlung für die Sensoren, wie der Spiegel berichtet.

Im Ernstfall kann Deutschland seine Zusagen nicht erfüllen

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Deutschland hat bei der Nato 82 Jets für Krisenfälle zugesagt – dieser militärischen Zusicherung kann die Bundeswehr laut Spiegel-Informationen wegen der mangelhaften Einsatzbereitschaft der „Eurofighter“ mehr erfüllen. Die Bundeswehr habe auf Anfrage zwar die neuen technischen Probleme bestätigt, allerdings sei die genaue Zahl als geheim eingestuft. Die Bundeswehr gab laut Spiegel außerdem an, die Nato-Anforderungen im Ernstfall erfüllen zu können und mit Hochdruck an einer Lösung für das Eurofighter-Problem zu arbeiten.

Von dpa/RND/lf