• Startseite
  • Politik
  • Lufthansa Staatshilfen - Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert Verhandlung: “Der Bund hat offenbar miserabel verhandelt”

Bartsch zur Lufthansa: “Der Bund hat offenbar miserabel verhandelt”

  • Die Verhandlungen zwischen Bund und Lufthansa sind auf der Zielgeraden.
  • Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch beklagt, der Bund habe offenbar miserabel verhandelt.
  • “Dafür reichen die Rechenkünste eines Grundschülers”, sagt er.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat heftige Kritik an der Verhandlungsstrategie der Bundesregierung in Sachen Lufthansa geübt und fordert Nachverhandlungen. “Das Vorhaben, die Lufthansa in der Krise zu retten, ist richtig. Die Airline ist unverschuldet im Überlebenskampf”, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Der Bund hat aber gegenüber der Lufthansa offenbar miserabel verhandelt”, setzte er hinzu. “Dafür reichen die Rechenkünste eines Grundschülers.”

Video
Lufthansa - Gespräche über Rettungsplan auf der Zielgeraden
1:50 min
Die in der Coronakrise unter Druck geratene Deutsche Lufthansa steht kurz vor einer Einigung mit der Bundesregierung über ein milliardenschweres Rettungspaket.  © Reuters
Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Bartsch kritisierte: “So leichtfertig darf eine Bundesregierung mit Steuergeld nicht umgehen.” Er führte aus: “Ein finanzieller Einstieg des Bundes und der KfW, der sich offenbar auf bis zu 9 Milliarden Euro beläuft, lässt allein die Aktionäre und den Vorstand der Lufthansa jubeln.”

Die gesamte Lufthansa habe derzeit rund 4 Milliarden an Börsenwert, sagte Bartsch. “Mit seinem Engagement müsste der Bund also Herr im Unternehmen sein, statt mutmaßlich stiller Beteiligter.

Wie viel Einfluss hat der Staat?

Konkret forderte der Linken-Fraktionschef: “Der Einfluss auf das Unternehmen muss im Interesse der Steuerzahler gewährleistet sein.” Er sagte: “Bei einem 20-köpfigen Aufsichtsrat muss der Bund mehr als zwei Mitglieder stellen. Eine Sperrminorität für den Bund ist zwingend.”

Barsch sagte: “Ich fordere die Bundesregierung auf dringend nachzuverhandeln. Wenn die Lufthansa staatliches Geld will, muss der entsprechende staatliche Einfluss gesichert werden.”

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen