Long Covid: Sozialgerichte stellen sich auf Klagewelle ein

  • Der Präsident des bayerischen Landessozialgerichts erwartet weitere Covid-Verfahren.
  • Vor allem über die Anerkennung der Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung werde viel Arbeit auf die Gerichte zukommen.
  • Bis August lag die Zahl der Corona-Verfahren bundesweit bei über 100.000.
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München. Die Sozialgerichte in Bayern erwarten eine Corona-Klagewelle - auch wegen der möglichen Spätfolgen einer Infektion. „Long Covid ist ja ein Begriff. Man kann davon ausgehen, dass deswegen Klagen bei den Sozialgerichten eingehen“, sagte der Präsident des Landessozialgerichtes, Günther Kolbe, der Münchner „Abendzeitung“. „Das Gleiche gilt für die Rentenversicherung, wenn es um die Erwerbsminderung infolge von Long Covid geht. Diese Angelegenheiten werden uns laufend beschäftigen.“

Bislang seien im Zusammenhang mit Corona schon viele Verfahren anhängig, sagte Kolbe der Zeitung - „und da wird noch mehr erwartet“. In vielen Fällen werde Corona als Berufskrankheit anerkannt. Bundesweit seien das bis August 2021 schon 103.000 Fälle. Außerdem sei Corona in 10.000 Fällen als Arbeitsunfall anerkannt worden. „Diese Fälle werden uns auch in Zukunft beschäftigen, ob ein Versicherungsfall anerkannt ist oder nicht.“

RND/dpa

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