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Kritik am Premierminister: Boris-Johnson-Doppel­gänger feiern Party auf der Downing Street

  • Vor dem Sitz des britischen Regierungschefs haben sich am Freitag­nachmittag junge Menschen mit blonden Perücken versammelt.
  • Mit Technomusik machten sie sich über Boris Johnson lustig, der wegen verschiedener Partys in der Downing Street während der Corona-Pandemie in der Kritik steht.
  • Zuletzt musste sich Johnson bei der Queen entschuldigen.
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Am Freitag­nachmittag haben sich Dutzende junge Menschen vor dem Regierungssitz des britischen Premier­ministers zusammen­gefunden. Mit Perücken und Anzügen machten sie sich über den angezählten britischen Regierungschef lustig, tanzten zu Techno­musik und skandierten „das ist eine Arbeits­veranstaltung“ und „mein Name ist Boris“.

Zu verstehen ist das als Kritik an Premier­minister Boris Johnson. Nachdem er schon im Dezember für eine Weihnachts­party in der Downing Street um Entschuldigung bitten musste, berichtete der „Telegraph“ zuletzt, dass etwa 30 Mitarbeitende am 16. April 2021 bis in die Nacht im Amtssitz getrunken und getanzt hätten. Damals galten strenge Abstands­regeln wegen der Corona-Pandemie. Die Queen musste wegen der Vorschriften am nächsten Tag ganz alleine in der Kapelle ihrer Residenz Windsor sitzen, als dort ihr Ehemann, mit dem sie 73 Jahre verheiratet war, bestattet wurde.

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London: Boris Johnson wegen illegalen Lockdownpartys unter Druck
1:18 min
Im Amtssitz des britischen Premierministers wurden mehrere Partys gefeiert, während im Rest des Landes Corona-Einschränkungen herrschten.  © Reuters

Wie ein Regierungs­sprecher bestätigte, bat Johnson bei der Queen um Entschuldigung. Johnson selbst nahm nicht an den Feiern teil und war auch nicht in der Downing Street anwesend.

Johnson gab bereits Teilnahme an Gartenfest zu

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Zugegeben hat Johnson allerdings eine rund halbstündige Teilnahme an einem Gartenfest in der Downing Street während des ersten Lockdowns im Mai 2020. Wie britische Medien berichteten, habe Johnson mit seiner Frau und 40 Mitarbeitenden ein Picknick veranstaltet. Zum diesem frühen Zeitpunkt in der Pandemie waren allerdings auch Veranstaltungen im Außenbereich verboten.

Johnson erklärte, damals fälschlicherweise davon ausgegangen zu sein, dass es sich bei der Party um eine Arbeits­veranstaltung gehandelt habe.

RND/dre/dpa

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