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  • Lockdown in Deutschland: Jens Spahn sieht keine Feiern mehr im Winter 2020

Spahn erwartet längere Einschränkungen - keine Feiern mehr in diesem Winter

  • Der Teil-Lockdown in Deutschland läuft eigentlich Ende November aus.
  • Bundesgesundheitsminister Spahn rechnet aber darüber hinaus mit harten Einschränkungen.
  • Weihnachtsfeiern und anderen Geselligkeiten erteilt er eine Absage.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht auch über die aktuellen Maßnahmen im November hinaus von coronabedingt harten Einschränkungen aus.

„Wir müssen es miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen mit niedrigeren Zahlen auf einem niedrigeren Niveau“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio mit Blick auf die Infektionszahlen. Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe er „in diesem Winter nicht mehr“.

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Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, „heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern als wäre nichts gewesen“. Die Lage verlange Geduld: „Dieses Virus hat sehr lange Bremsspuren.“

Pläne zu vorgezogenen Weihnachtsferien wie in Nordrhein-Westfalen nannte Spahn „einen pragmatischer Ansatz, den man diskutieren, den man machen kann“. Spahn wollte dazu keine Empfehlung abgeben, das sei Ländersache auch mit Blick auf die jeweilige Infektionslage. „Was mir sehr wichtig ist, dass es Planbarkeit gibt für Eltern, Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher“.

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21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland
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Am Donnerstag, den 12.11. sind die Corona-Neuinfektionen wieder leicht angestiegen, jedoch lässt sich eine allgemeine Abflachung abzeichnen.  © dpa

Flexibel auf fehlende Pflegekräfte reagieren

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Das Frühjahr mit über Monate geschlossenen Einrichtungen, als niemand genau gewusst habe, wann wieder geöffnet werde, sei „eine echte, harte Belastung für alle“ gewesen.

Zur Problematik der fehlenden Pflegekräfte auf den Intensivstationen sagte Spahn, die Politik müsse nun vor allem flexibel reagieren: „Wir haben viele Ausnahmeregelungen geschaffen, was Dokumentation, Aufwand, Bürokratie, Nachweispflichten angeht, indem wir mithelfen, dass an bestimmten Stellen das Gesundheitswesen etwa jetzt in dieser Phase bei planbaren Operationen weniger macht, ohne dass wirtschaftlicher Schaden entsteht, damit sich mehr Mitarbeiter auf Covid-19-Patienten konzentrieren können.“ Es sei aber auch klar, dass man nicht in sechs oder sieben Monaten Pflegefachkräfte ausbilden könne.

RND/dpa

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