• Startseite
  • Politik
  • Lockdown für alle? Stiko-Mitglied Klaus Überla sieht möglichen „Notschalter“

Stiko-Mitglied Überla sieht „Lockdown für alle“ als möglichen „Notschalter“

  • Die Corona-Zahlen in Deutschland erreichen täglich neue Rekordwerte.
  • Sollte die Lage noch dramatischer werden, hat Stiko-Mitglied Klaus Überla einen „Lockdown für alle“ vorgeschlagen.
  • Letztlich sei es am wenigsten belastend, wenn man diesen sehr kurz und sehr heftig ansetze.
Anzeige
Anzeige

Erlangen . Ein Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) hat für den Fall einer noch dramatischeren Corona-Lage einen „Lockdown für alle“ ins Spiel gebracht.

„Wir brauchen einen Notschalter, falls die Intensivstationen wirklich zusammenbrechen sollten“, sagte Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts am Uniklinikum Erlangen und Mitglied der Stiko am Robert-Koch-Institut, am Donnerstag den „Nürnberger Nachrichten“ und der „Nürnberger Zeitung“. Ob 2G ausreichen würde, wisse er nicht.

Die Pandemie und wir Unser Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.
Anzeige

Der Lockdown sei ein „Notschalter“, über den man sich jetzt schon Gedanken machen sollte, betonte er. Letztlich sei es am wenigsten belastend, wenn man diesen sehr kurz und sehr heftig ansetze. Überla schlug für den Fall einen „Lockdown für alle“ vor - „sowohl in der Arbeit als auch im Privaten“.

2Gplus oder 1Gplus mit hohem Aufwand verbunden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte am Donnerstag für eine landesweite Hochstufung auf 2G „wo es möglich ist“ plädiert, außerdem sollte in Clubs und Discos 2G plus gelten - also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Schnelltest. Stiko-Mitglied Überla sagte, 2G plus sei bei bestimmten Veranstaltungen sinnvoll, generell sei es vom Aufwand und von der Logistik her kaum zu stemmen. Das gelte auch für das Gedankenspiel mit 1G plus.

„Ganz entscheidend“ seien nun die Booster-Impfungen, sagte Überla. „Wir müssen umgehend die Impfkapazitäten erhöhen auf die Werte, die wir zuletzt im Juni hatten“, sagte er. Außerdem hält der Mediziner das Tragen einer medizinischen Maske am Arbeitsplatz für sinnvoll. „Sie belastet kaum. Und es wäre damit mehr gewonnen als mit FFP2-Masken, die viele auf "halb acht" tragen“, sagte er.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen