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Liz Cheney nach Trump-Kritik von Republikanern aus Fraktionsführung geworfen

  • Die Republikanerin Liz Cheney ist aus der Fraktionsführung ihrer Partei gewählt worden.
  • Sie hatte wiederholt Kritik am ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump geübt, dem sie eine Untergrabung der Demokratie vorwirft.
  • Trump hatte daraufhin für ihre Abwahl geworben.
1:21 min
Im Richtungsstreit der Republikaner haben die Abgeordneten der Partei im Repräsentantenhaus am Mittwoch über den Verbleib der Trump-Kritikerin in der Fraktionsführung abgestimmt. Nun ist die Ablösung von Liz Cheney beschlossene Sache. Der ehemalige US-Präsident Trump hatte den Rausschmiss schon lange gefordert.  © dpa
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Die Republikaner im US-Abgeordnetenhaus haben ihre Nummer drei Liz Cheney ihres Amtes enthoben. Die Abwahl erfolgte am Mittwoch in einer knapp 20-minütigen Sitzung per Akklamation.

Cheney hatte sich wiederholt gegen Falschbehauptungen des früheren Präsidenten Donald Trump gestellt, er sei im November nur durch groß angelegten Betrug um seinen Wahlsieg gebracht worden. Außerdem warf sie Trump vor, er habe Anhänger vor deren Sturm auf das Kapitol im Januar aufgestachelt, und stimmte für das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.

Cheney hatte kurz vor ihrer Abwahl aus der Fraktionsführung im US-Repräsentantenhaus erneut heftige Kritik an Ex-Präsident Donald Trump geübt.

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Cheney sollte bereits im Februar abgewählt werden

Sie werde nicht schweigend zusehen, wie sich ihre Partei „dem Kreuzzug des ehemaligen Präsidenten anschließt, um unsere Demokratie zu untergraben“, sagte Cheney am Dienstagabend (Ortszeit) in einer kämpferischen Ansprache im Kongress. Dutzende Gerichte hätten Trumps Behauptung entkräftet, dass er durch Betrug um seine Wiederwahl gebracht worden sei. „Diejenigen, die sich weigern, die Urteile unserer Gerichte zu akzeptieren, stehen auf Kriegsfuß mit der Verfassung.“

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Der Streit um Cheney ist auch ein Streit um die politische Richtung der Republikaner nach Trump. Einige Republikaner hatten bereits im Februar versucht, Cheney abzuwählen. Sie scheiterten jedoch in einer geheimen Abstimmung, nicht zuletzt deshalb, weil Fraktionsgeschäftsführer Kevin McCarthy sich damals noch hinter Cheney gestellt hatte.

RND/fw/AP/dpa

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