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Livestream: Außenminister Maas zur Lage in Afghanistan

Heiko Maas (SPD), Bundesaußenminister

Berlin. Afghanistan ist wieder fest in der Hand der Taliban. Die internationale Gemeinschaft hat sich längst eingestanden, die Lage falsch und die dramatische Situation in Afghanistan und um die Hauptstadt Kabul erst viel zu spät richtig eingeschätzt zu haben. Außenminister Heiko Maas (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben die Situation am Flughafen Kabuls als „bitter” und „frustrierend” bezeichnet. Man setze nun alles daran, noch möglichst viele Menschen, Botschaftsmitarbeiter sowie Ortskräfte und ihre Familien außer Landes zu bringen.

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Seit dem Start ihrer Evakuierungsaktion habe die Bundeswehr fast 3000 Menschen aus Kabul ausgeflogen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Darunter waren laut Auswärtigen Amt mehr als 1800 Afghanen.

Livestream: Heiko Maas zur Lage in Afghanistan

Bundesaußenminister Heiko Maas äußert sich zur aktuellen Lage in Afghanistan und am Flughafen Kabul. Los geht es um 16.30 Uhr, der Start kann sich um wenige Minuten verzögern.

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Nach der Pressekonferenz wird der Krisenstarb des Auswärtigen Amts erneut zusammenkommen.

Deutsche Soldaten im Feuergefecht

Derweil wird der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in der afghanischen Hauptstadt Kabul immer gefährlicher. Am Montagmorgen wurden deutsche Soldaten vor dem Flughafen erstmals in ein Feuergefecht mit unbekannten Angreifern verwickelt. Eine afghanische Sicherheitskraft wurde dabei getötet, drei weitere verletzt.

Weil der Zugang zum Flughafen immer schwieriger wird, ist die Truppe nun auch außerhalb des massiv gesicherten Geländes im Einsatz, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Daran sind übereinstimmenden Berichten zufolge auch Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte beteiligt.

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US-Stützpunkt Ramstein: Rettungsdrehkreuz für Afghanistan

Auf einem Evakuierungsflug hat eine afghanische Frau kurz nach der Landung in Ramstein ein Kind im Frachtraum einer C-17 zur Welt gebracht.

Es bleibt nicht mehr viel Zeit für die Rettungsaktion. Die militant-islamistischen Taliban, die vor gut einer Woche die Macht in Afghanistan übernommen haben, wollen einer Verlängerung der Evakuierungsmission westlicher Staaten über den 31. August hinaus nicht zustimmen. Diese Frist sei eine “rote Linie”, sagte ein Taliban-Sprecher dem britischen Nachrichtensender Sky News. “Wenn sie vorhaben, die Besatzung zu verlängern, wird das eine Reaktion hervorrufen”.

Am Dienstag beraten die Staats- und Regierungschefs der großen westlichen Wirtschaftsmächte (G7), darunter US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), über das weitere Vorgehen. Deutschland dringt auf eine Verlängerung des Einsatzes, weil die deutschen Transportflieger erst rund 3000 Menschen ausgeflogen haben. Auf den Ausreiselisten des Auswärtigen Amts dürfte eine fünfstellige Zahl stehen. Genaue Angaben dazu macht das Auswärtige Amt aber nicht.

RND/fw mit Material der dpa

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