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Illegale Migration: Frontex schickt mehr Beamte an Litauens Grenze zu Belarus

  • An der litauischen Grenze tauchen vermehrt illegal Einreisende aus Belarus auf.
  • Offiziell wurden bereits 1600 Menschen in nur kurzer Zeit aufgegriffen.
  • Die EU-Grenzschutzagentur Frontex will nun intervenieren.
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Warschau. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex verstärkt angesichts einer stark steigenden Zahl an illegal Einreisenden ihre Unterstützung für Litauen an der Grenze zu Belarus.

Die Situation dort sei beunruhigend, daher habe man sich zu einer schnellen Intervention an dieser EU-Außengrenze entschieden, sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri am Montag. Außer Grenzschützern und Patrouillenfahrzeugen werde man in den kommenden Tagen auch speziell geschulte Beamte für Befragungen der Flüchtlinge entsenden, um die kriminellen Netzwerke aufzudecken, die hinter der Aktion ständen.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat der EU wiederholt damit gedroht, als Reaktion auf die gegen Minsk verhängten Sanktionen Flüchtlinge aus Kriegsgebieten durchzulassen. Besonders stark davon betroffen ist Litauen, das eine fast 680 Kilometer lange Grenze zu Belarus hat.

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Nach offiziellen Angaben wurden bereits mehr als 1600 Menschen aufgegriffen - von ihnen 60 innerhalb von 24 Stunden, wie der Grenzschutz am Montag mitteilte. Am Wochenende hatte zuvor insgesamt 90 Migranten illegal die Grenze überschritten.

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Bereits jetzt patrouillieren sechs Frontex-Beamte mit ihren litauischen Kollegen die Grenze. Frontex machte zunächst keine Angaben dazu, um wie viele Männer und Frauen der Einsatz nun verstärkt werden soll.

Nach Angaben des litauischen Grenzschutzes sollte ihre Zahl ursprünglich auf 30 wachsen. Nun soll das Kontigent nach litauischen Vorstellungen auf 60 Beamte erhöht werden.

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Der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis machte am Montag bei einem EU-Treffen in Brüssel deutlich, dass er davon überzeugt ist, dass die Migranten nur aufgrund russischer und belarussischer Unterstützung in sein Land kommen. Flüchtlinge würden als „politische Waffe“ benutzt, sagte er. Die EU brauche eine gemeinsame Strategie dagegen. Konkret schlug Landsbergis vor, die Arbeit an einem weiteren Sanktionspaket gegen Belarus zu beginnen.

RND/dpa

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