Linken-Politiker Bartsch sieht seine Partei weiter zweistellig

  • Der Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch zeigt sich trotz schwacher Umfragewerte weiter optimistisch, dass seine Partei bei der kommenden Bundestagswahl ein zweistelliges Ergebnis erreichen kann.
  • Man werde an diesem Wochenende ein „erstklassiges Wahlprogramm“ verabschieden, so Bartsch.
  • Die Linke steht in Umfragen momentan zwischen sechs und sieben Prozent.
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Berlin. Trotz schwacher Umfragewerte zeigt sich der Spitzenkandidat der Linken, Dietmar Bartsch, optimistisch, dass seine Partei bei der Bundestagswahl ein zweistelliges Ergebnis erreichen kann. Man werde beim Parteitag an diesem Samstag und Sonntag ein „erstklassiges Wahlprogramm“ verabschieden, sagte Bartsch der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass von diesem Wochenende eine Dynamik ausgehen wird, die am Ende in einem zweistelligen Wahlergebnis mündet.“

Die Linke in Umfragen zwischen sechs und sieben Prozent

Bei dem Online-Parteitag will die Linke über den vom Parteivorstand vorgelegten Entwurf für das Wahlprogramm debattieren und das Programm beschließen. Die Linke steht in den Umfragen momentan zwischen sechs und sieben Prozent. Ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde hatte Bartschs Co-Spitzenkandidatin und Parteichefin Janine Wissler als „nicht realistisch“ bezeichnet. Für eine Koalition unter Beteiligung von Grünen, SPD und Linkspartei würde es nach den aktuellen Werten nicht reichen.

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„Im Gegensatz zu SPD und Grünen schließen wir eine Koalition mit der Union aus“, sagte Bartsch. „Wer uns wählt, wacht nicht mit Laschet, Scheuer und Spahn wieder auf.“

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Als Schwerpunktthemen der Linken nannte er eine große Steuerreform, „die harte Arbeit spürbar entlastet“, eine Rentenreform, so dass alle – auch Beamte und Abgeordnete – in die Rentenkasse einzahlen und Maßnahmen gegen den Klimawandel „ohne die Verbraucher bei der Heizung, beim Strom oder an der Tanke immer weiter abzuzocken“.

Die Linke wolle „den wahren Leistungsträgern im Land“ ein Angebot machen, sagte Bartsch. „Die Mehrheit von ihnen verdient zu wenig und zahlt zu viel.“

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RND/dpa

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