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Linken-Chefin Hennig-Wellsow erbost über Vorschlag für Rente mit 68: „Der asoziale Oberhammer“

  • Berater der Bundesregierung schlagen Alarm: Sie halten eine Rente mit 68 für nötig.
  • Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow bezeichnet das als „asozialen Oberhammer“.
  • Sie droht Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit einem Rentenwahlkampf.
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Berlin. Die Linke hat den Vorschlag von Regierungsexperten für eine Rente mit 68 scharf kritisiert. „Das ist der asoziale Oberhammer“, sagte Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) müsse das entsprechende Gutachten seiner Berater „sofort kassieren“, „sonst beginnt morgen der Rentenwahlkampf“. Die Linke werde „mit Zähnen und Klauen die Rechte der Rentnerinnen und Rentner verteidigen“. Notwendig wäre eine klare Rentengarantie, die Rentenkürzungen als Folge der Corona-Pandemie verbindlich ausschließe. „Das erwarte ich auch als klares Statement aller SPD-Minister in der Bundesregierung“, sagte Hennig-Wellsow.

Rund drei Monate vor der Bundestagswahl hatte der Wissenschaftliche Beirat - ein Beratergremium des Wirtschaftsministeriums - eine Reform hin zur Rente mit 68 vorgeschlagen. Es drohten „schockartig steigende Finanzierungsprobleme in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 2025“, prognostizieren die Experten anlässlich eines neuen Gutachtens zur Zukunft der Rente am Montag in Berlin. Das Renteneintrittsalter könne nicht langfristig von der Entwicklung der Lebenserwartung abgekoppelt werden.

Nach geltender Rechtslage wird die Altersgrenze für die Rente ohne Abschläge bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.

RND/dpa

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