Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Linke betreibt nach der Wahlschlappe Ursachenforschung

Die Partei-Chefinnen der Linken, Susanne Hennig-Wellsow (l.) und Janine Wissler. (Archivbild)

Berlin.Eine Woche nach der schweren Niederlage bei der Bundestagswahl hat die Parteiführung der Linken mit der Aufarbeitung begonnen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In Berlin traf sich am Samstag der Parteivorstand zu zweitägigen Beratungen. Zum Auftakt habe es eine sehr ernste, deutliche und nachdenkliche Debatte gegeben, sagten die Co-Vorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow.

Wissler nannte das Wahlergebnis ein Desaster. Die Mitglieder des 44-köpfigen Parteivorstandes trafen sich erstmals seit ihrer Online-Wahl Ende Februar in Präsenz in einem Berliner Hotel.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Linke plant eine Ursachenanalyse

Die Parteispitze plant nach Angaben von Hennig-Wellsow nun für die Ursachenanalyse Gespräche mit den Landesvorsitzenden der Linken und Konferenzen mit der Basis, um „die Stimmen der Mitglieder zu hören“.

Zur Frage, ob es personelle Konsequenzen an der Spitze geben werde, sagte Wissler, der aktuelle Parteivorstand sei erst relativ kurz vor der Bundestagswahl gewählt worden. Es gehe jetzt darum, „politisch-inhaltlich“ über Veränderungen zu diskutieren.

Sie zeigte sich optimistisch, dass die Niederlage den Zusammenhalt in der Linken stärken könnte. „Wir haben ja letzten Sonntag alle gemeinsam mal tief in den Abgrund geschaut.“ Deshalb sei sie „ziemlich zuversichtlich“, dass es überall in der Partei ein Gefühl von Verantwortung gebe und es jetzt darum gehe zusammenzustehen.

Linke zieht nur durch drei Direktmandate in den Bundestag ein

Die Linke war bei der Wahl von 9,2 auf 4,9 Prozent abgerutscht. Nur dank dreier Direktmandate scheiterte sie nicht an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Fraktion schrumpfte durch das schlechte Ergebnis von 69 auf 39 Abgeordnete.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Seit der Wahlnacht wird innerhalb der Partei kontrovers über die Ursachen debattiert. Als Lichtblick bezeichneten die Parteichefinnen, dass es in der vergangenen Woche mehr als 1000 Neueintritte in die Linke gegeben habe.

RND/dpa

Mehr aus Politik

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.