Linke-Chefin Hennig-Wellsow stellt sich vor Sahra Wagenknecht

  • Mehrere Linke-Mitglieder hatten ein Parteiausschlussverfahren gegen Sahra Wagenknecht bei der NRW-Landesschiedskommission beantragt.
  • Das kritisiert nun Parteichefin Hennig-Wellsow.
  • „Politischen Differenzen stellen wir uns in Diskussionen“, sagte sie.
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Berlin. Die Linksparteichefin Susanne Hennig-Wellsow hat den Ausschlussantrag einiger Mitglieder gegen die frühere Bundestagsfraktionschefin Sahra Wagenknecht scharf kritisiert.

„Ich sage mit Blick auf den Ausschlussantrag gegen Sahra Wagenknecht ganz klar, dass so etwas nicht geht. Politischen Differenzen stellen wir uns in Diskussionen. Ausschlussverfahren sind da vollkommen kontraproduktiv“, sagte Hennig-Wellsow der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Alle Parteimitglieder sollten inhaltliche Differenzen zurückstellen und sich voll in den Wahlkampf einbringen. Der Antrag sei aber auch in der Sache „vollkommen unbegründet“.

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Mehrere Linke-Mitglieder hatten ein Parteiausschlussverfahren gegen Wagenknecht bei der nordrhein-westfälischen Landesschiedskommission beantragt. Ihr wird vorgeworfen, der Partei mit ihrem neuem Buch „Die Selbstgerechten“ „schweren Schaden“ zugefügt zu haben.

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Wagenknecht ist Spitzenkandidatin der Partei in NRW. Auch die Bundestagsfraktionsführung hatte den Antrag bereits kritisiert.

RND/dpa

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