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„Liebig 34“: Staatsschutz ermittelt nach Streit mit Sicherheitsfirma

  • Vergangene Woche wurde in einem großen Polizeieinsatz das besetzte Haus „Liebig 34“ in Berlin-Friedrichshain geräumt.
  • Im Nachgang kam es zu einer Auseinandersetzung einer Gruppe mit Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma.
  • Beiden Seiten wird versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
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Berlin. Wenige Tage nach der Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain ist es dort zu einer Auseinandersetzung mit der zuständigen Sicherheitsfirma gekommen.

Eine Frau habe am Montagabend Zeugenaussagen zufolge eine Kerze vor dem Haus aufgestellt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Kerze soll von einem Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, die der Eigentümer des Hauses engagiert hatte, ausgetreten worden sein.

Darüber sei es zwischen der Frau und vier Angestellten der Firma zu einem Streit gekommen. Sie hätten sich gegenseitig bespuckt und beleidigt, teilte die Polizei mit. Die Sicherheitsmitarbeiter sollen mit Brecheisen, Schaufeln und einer Eisenstange gedroht haben. Die Frau sei daraufhin geflüchtet.

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Keine Verletzte bei Räumung von „Liebig 34“

Wenig später seien etwa 30 Menschen vor dem Haus gestanden und hätten die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma mit Flaschen beworfen, teilte die Polizei mit. Die Menschen seien noch vor dem Eintreffen der Beamten in Richtung der Rigaer Straße geflüchtet. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

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Punk und Protest: Eindrücke aus der Liebigstraße
0:49 min
Unter Protest hat in Berlin-Friedrichshain die Räumung des besetzten Hauses “Liebig 34” begonnen.  © RND

Gegen die vier Beschäftigten der Sicherheitsfirma im Alter von 20 bis 55 Jahren wird nach Polizeiangaben wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung ein Strafverfahren eingeleitet. Gegen die 30-köpfige Gruppe sei eine Anzeige wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden.

Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz übernommen, weil der Landfriedensbruch möglicherweise im Zusammenhang mit einer politischen Motivation stehe.

Das Haus „Liebig 34“ – ein Symbol der linksradikalen Szene, um das lange heftig gestritten wurde – war vergangene Woche unter Protest geräumt und dem Eigentümer übergeben worden.

RND/dpa

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