UN-Menschenrechts­büro berichtet: Libyen überlässt 18 Migranten in der Wüste ihrem Schicksal

Gerettete Migranten sitzen nach einem Bootsunglück an der Küste etwa 100 Kilometer östlich von Tripolis (Archivbild).

Gerettete Migranten sitzen nach einem Bootsunglück an der Küste etwa 100 Kilometer östlich von Tripolis (Archivbild).

Genf. Asylsuchende und Migranten werden nach Informationen des UN-Menschenrechtsbüros aus Libyen gebracht, ohne dass ihr Anliegen geprüft wird. Das Büro berichtete am Freitag in Genf von einer Gruppe von 18 Sudanesen, die durch die Wüste transportiert und an der Grenze zu Sudan ihrem Schicksal überlassen worden seien. 24 Eritreer drohe gerade das gleiche Schicksal.

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In jüngster Zeit seien auch Kinder und Schwangere auf diese Weise außer Landes gebracht worden. Die Menschen wurden vorher in Gefangenenlagern gehalten, und sie konnten keinen Kontakt mit UN-Organisationen aufnehmen. Solche Aktionen gegen Menschen, die Sicherheit und Menschenwürde suchten, verstießen gegen internationales Recht, hieß es.

Die Betroffenen seien in Libyen teils schwer misshandelt worden, sowohl in staatlichen Lagern als auch durch Schmugglerbanden. Sie müssten von der Grenze aus oft große Wüstenstrecken ohne Sicherheit, Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung zurücklegen. Das UN-Büro rief andere Staaten dazu auf, Libyen beim Aufbau adäquater Strukturen für den Umgang mit Migranten zu unterstützen.

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In dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland sollen eigentlich am 24. Dezember Präsidentschaftswahl stattfinden. Es mehren sich aber die Anzeichen, dass der Termin nicht eingehalten werden kann. So hat die Wahlkommission noch keine endgültige Liste aller Kandidaten veröffentlicht.

RND/dpa

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