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“Let’s make Hongkong great again”: Demonstranten feiern Trump für Hilfe

  • Am Mittwoch unterschrieb Donald Trump US-Gesetze, die Menschenrechte in Hongkong schützen sollen.
  • Dafür wird er von den prodemokratischen Demonstranten der Sonderverwaltungszone gefeiert.
  • Regierungschefin Lam geht trotz der Wahlschlappe ihres Lagers hingegen nicht auf die Protestbewegung zu.
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Prodemokratische Demonstranten sind mit US-Flaggen zum US-Konsulat in Hongkong gezogen. Damit wollte sich die Gruppe am Sonntag für US-Gesetze bedanken, die Menschenrechte in Hongkong schützen sollen, die am Mittwoch von US-Präsident Donald Trump unterschrieben worden waren.

Einige Demonstranten hielten Banner mit der Aufschrift "Präsident Trump, bitte befreien Sie Hongkong" und "Lasst uns Hongkong wieder großartig machen". Das war eine Anspielung auf Trumps Wahlkampfversprechen, Amerika wieder großartig zu machen.

Seit Juni gibt es prodemokratische Demonstrationen in Hongkong. Bei Bezirkswahlen vor einer Woche hatten prodemokratische Kandidaten einen Erdrutschsieg erzielt.

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Video
Neue Proteste von Demokratieaktivisten in Hongkong
0:40 min
In Hongkong sind erneut Demokratieaktivisten auf die Straße gegangen. Zunächst blieb es ruhig.  © AFP

China: UN-Hochkommissarin hat zu "radikaler Gewalt" ermutigt

Die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam hat sich geweigert, den Forderungen der Demonstranten nachzugeben, zu denen freie Wahlen für ihr Amt und das Parlament und eine unabhängige Untersuchung zu Polizeiverhalten gehören.

Die chinesische Regierung warf der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, vor, mit ihrer Forderung nach einer Untersuchung zu angeblich übermäßiger Gewaltanwendung durch die Polizei zu "radikaler Gewalt" in Hongkong ermutigt zu haben. Bachelet hatte in einem Meinungsbeitrag in der "South China Morning Post" vom Samstag geschrieben, die Hongkonger Regierung müsse einen "bedeutsamen, umfassenden" Dialog zur Priorität machen, um die Krise zu lösen. Lam sollte eine "unabhängige und unparteiische, von einem Richter geleitete Untersuchung" zum Polizeiverhalten bei Protesten vornehmen. Die chinesische UN-Vertretung in Genf teilte mit, Bachelets Beitrag mische sich in die inneren Angelegenheiten von China ein.

Seit dem Beginn der Unruhen haben Demonstranten den Verkehr gestört, in öffentlichen Einrichtungen und prochinesischen Geschäften randaliert und Benzinbomben bei Zusammenstößen mit Polizisten geworfen. Die Polizisten haben mit Tränengas und Wasserwerfern geantwortet.

RND/AP

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