Lesbos: Viele Flüchtlingszelte nach Starkregen überschwemmt

  • Das provisorische Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos war nach dem Brand des ursprünglichen Camps Moria errichtet worden.
  • Nun hat starker Regen für Überschwemmungen vieler Flüchtlingszelte gesorgt.
  • Helfer versuchen, die Schäden zu beheben - das UN-Flüchtlingswerk warnt vor noch schlimmeren Bedingungen im Winter.
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Lesbos. Auf der griechischen Insel Lesbos sind in einem provisorischen Flüchtlingslager bei starkem Regen rund 80 der 1100 Zelte von Matsch und Wasser überschwemmt worden. In Teilen des Lagers Kara Tepe stehe das Wasser, berichteten griechische Medien am Freitag.

Helfer seien im Einsatz, um die Schäden zu beheben. Die Zeltbewohner würden in Gebäuden der Gemeinde untergebracht. Das Lager war errichtet worden, nachdem das ursprüngliche Lager Moria vor einem Monat bei einem Großbrand fast völlig zerstört wurde.

UN-Flüchtlingswerk warnt: Bedingungen im Winter noch schlimmer

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Ein Sprecher der EU-Kommission erinnerte daran, dass es sich bei Kara Tepe um eine vorläufige Einrichtung handele und die Bedingungen nicht annähernd perfekt sein könnten. Eine Arbeitsgruppe aus EU-Kommission und griechischen Behörden arbeite an besseren Unterkünften. Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis seien sich einig, dass dringend mehr getan werden müsse.

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Das UN-Flüchtlingshilfswerk mahnte zu Eile: Die Bedingungen würden im Winter noch schlimmer. Nach wie vor gebe es in vielen Bereichen erhebliche Mängel. Helfer verteilten zusätzliche Planen für die betroffenen Zelte und schütteten Kies auf. In Kara Tepe leben nach UN-Angaben etwa 7800 Menschen.

RND/dpa

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