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“Mission Lifeline” will Luftbrücke für Lesbos-Flüchtlinge bauen

  • “Mission Lifeline” dauern politische Lösungen für die Flüchtlinge auf Lesbos offenbar zu lange.
  • Der Dresdner Hilfsverein will eine Luftbrücke zur griechischen Insel bauen.
  • Vereinsmitgründer Steier spricht von"gelebter Demokratie".
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Dresden. Der Dresdner Hilfsverein “Mission Lifeline” forciert seine Pläne zur Evakuierung von Flüchtlingen aus Lagern in Griechenland. Geplant sei eine Luftbrücke zwischen Berlin und der griechischen Insel Lesbos, kündigte die Hilfsorganisation am Dienstag in Dresden an. Hintergrund sei die Ankündigung des Berliner Justizsenators Dirk Behrendt (Grüne), bis zu 1500 Menschen aus den Lagern zu evakuieren, wenn die Bundesregierung nicht schnell handele.

"Mission Lifeline" hat nach eigenen Angaben bereits Anfang März 55.000 Euro an Spenden für einen Evakuierungsflug gesammelt. Auch habe man bereits mit einem Flugdienstleister verhandelt und sei in der Lage, schnell zu handeln, erklärte der Verein. "Wir werden weiter für Flüge sammeln. Jeder Euro und damit jede Maschine wird Leben retten", sagte Vereinsmitgründer Axel Steier.

Vorbild: amerikanische Luftbrücke 1948/49 nach Westberlin

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"Wir bauen jetzt eine Luftbrücke mit Hilfe der Zivilgesellschaft", sagte Steier weiter. Die US-amerikanische Luftbrücke in Berlin habe 1948/1949 den Westteil der Stadt gerettet, nun rette die vereinte Stadt gemeinsam mit Bürgern in ganz Deutschland die Menschen aus den Lagern in Griechenland, erklärte Steier: "Das ist ein wahres Zeichen gelebter Demokratie und Menschlichkeit." Berlin zeige sich erneut als Stadt mit Herz, ergänzte er.

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Der Dschungel – So nennen die Betroffenen die rasch wachsende Flüchtlingssiedlung auf der griechischen Insel Samos.  © RND

Indes rief der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration Deutschland und weitere EU-Staaten auf, zu helfen. Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln seien “in hygienischer und medizinischer Sicht desaströs”, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Positionspapier des Rats.

RND/epd

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