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Kritik an Lehrer-Quereinsteigern: “Ein Verbrechen an Kindern”

  • In vielen Schulen in Deutschland ist Lehrermangel ein Problem, weshalb auch auf Quereinsteiger gesetzt wird.
  • Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands hält davon allerdings nicht viel und kritisiert deren unzureichende Qualifizierung.
  • Er spricht von einem “Verbrechen an Kindern”.
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Berlin. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat eine unzureichende Qualifizierung von Quereinsteigern kritisiert. Diese sei "ein Verbrechen an den Kindern", sagte Meidinger der "Welt".

"Innerhalb von zwei Wochen Uni-Absolventen, die noch nie etwas von Pädagogik und Didaktik gehört haben, per Crashkurs zur Grundschullehrkraft auszubilden, das ist doch absurd." Das zeige, wie gering die notwendige Berufsprofessionalität von der Politik geschätzt werde.

Vielerorts würden Quereinsteiger ohne qualitätssichernde Vorgaben auf die Schüler losgelassen. "Dazu kommt, dass es für die Quereinsteiger keine ausreichende Zahl von Ausbildungslehrern gibt."

Gründe für Lehrermangel: Pensionierungen, steigende Geburtenzahlen und Zuwanderung

In ganz Deutschland gibt es einen großen Bedarf an Lehrern. Das Problem dürfte in den kommenden Jahren andauern. Gründe sind unter anderem Pensionierungen, steigende Geburtenzahlen und Zuwanderung.

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Lehrerverband: Quereinsteiger unzureichend qualifiziert
1:06 min
Heinz-Peter Meidinger kritisierte quereinsteigende Lehrkräfte als „ein Verbrechen an den Kindern“, da diese nicht ausreichend Erfahrung mitbringen würden.  © dpa
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Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU), sagte der "Welt": "Auf mittlere Sicht werden wir in einigen Ländern nicht ohne Quereinsteiger auskommen." Er fügte an: "Wir sind uns darüber bewusst, dass diese auch entsprechend qualifiziert werden müssen." Im kommenden Jahr würden daher alle Länder ihre Bemühungen "weiter verstärken", Quereinsteiger gezielt fortzubilden und zu qualifizieren.

Aus einer KMK-Prognose ging zuletzt hervor, dass bis 2030 vor allem Engpässe an Berufsschulen und Schulen der Sekundarstufe I (Haupt- und Realschulen) zu erwarten sind.

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RND/dpa