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Lehrerverband lehnt „Freedom Day“ im Oktober ab – Hoffnung auf Biontech-Impfstoff für Kinder

  • Der Deutsche Lehrerverband hat sich gegen ein mögliches Ende der Corona-Beschränkungen im Oktober ausgesprochen.
  • Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger würde ein solches Vorgehen „fahrlässig und verantwortungslos“ finden.
  • Für ihn müssten zunächst alle Altersstufen ein Impfangebot erhalten.
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Hannover/Berlin. Der Deutsche Lehrerverband lehnt das von Kassenärztechef Andreas Gassen geforderte Ende der Corona-Beschränkungen im Oktober deutlich ab. „In dieser Lage jetzt alle Gesundheitsschutzmaßnahmen an Schulen einzustellen, wäre nicht nur fahrlässig und verantwortungslos, es würde angesichts der geringen Impfquote in dieser Alterskohorte und der hohen Infektiosität der Deltavariante der schnellen Durchseuchung der Schulen Tür und Tor öffnen“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Er gab zu bedenken, dass ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen bisher keine Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen. Für die 12- bis 17-Jährigen sei dies außerdem erst seit wenigen Wochen möglich. Meidinger erklärte, die Schulen hätten „mit einer heftigen vierten Welle mit Inzidenzen in dieser Altersgruppe von bis zu 800 zu kämpfen“. Es würde aktuell deutlich mehr Corona-Ausbrüche geben als bei den Infektionswellen zuvor.

Verbandspräsident bringt „Freedom Day“ für Februar ins Spiel

Der Aufwand mit Testungen und Maskenpflicht stelle zwar eine Belastung für Lehrkräfte und Kinder dar. Dennoch komme für Meidinger ein Ende aller Corona-Beschränkungen erst infrage, wenn „alle Kinder und Jugendlichen ein Impfangebot haben wahrnehmen können“. Dies gelte vor allem auch für die unter Zwölfjährigen. Für ihn sei klar: „Mit einer hohen Impfquote auch in dieser Altersgruppe rückt der Freedom Day auch an Schulen näher“, sagte er dem RND.

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Meidinger setze dabei Hoffnung in den angekündigten Biontech-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren. Sollte dieser demnächst zugelassen und von der Stiko rasch empfohlen werden, „könnte die weitgehende Aufhebung der Infektionsschutzmaßnahmen etwa ab dem Halbjahr im Februar erfolgen“, so Meidinger. „Ab diesem Zeitpunkt würden dann die Eltern das Risiko für die Nichtimpfung der Kinder selbst übernehmen müssen.“

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