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Lehrergewerkschaft VBE fordert Sicherheitsphase nach den Sommerferien

  • Die Kultusminister setzen auf Präsenzunterricht nach den Sommerferien.
  • Doch wie sicher kann das in der Praxis nach der Reisezeit sein?
  • Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) macht nun einen konkreten Vorschlag, wie sich der Schulstart gestalten ließe.
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Berlin. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) dringt auf eine Sicherheitsphase in den Schulen unmittelbar nach den Sommerferien – mit verstärkten Tests und einer inzidenzunabhängigen Maskenpflicht.

„Gerade zu Beginn des Schulbetriebs müssen wir erhöhte Vorsicht walten lassen. Wir fordern daher eine mindestens 14-tägige Sicherheitsphase nach den Sommerferien“, sagte VBE-Chef Udo Beckmann dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „In dieser Zeit muss verstärkt getestet werden.“

Tests und Masken in den ersten Wochen

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Vorbild könne hierbei Berlin sein, so der Lehrergewerkschafter. Das Bundesland wolle in der ersten Woche die Schülerinnen und Schüler dreimal, in der zweiten Woche zweimal testen lassen. „Zudem sollte in diesen beiden Wochen die Maskenpflicht im Gebäude und auch im Unterricht wieder eingesetzt werden – und zwar inzidenzunabhängig“, forderte Beckmann.

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Der VBE-Chef sagte: „Natürlich ist das nicht der Start, den wir uns wünschen würden. Aber Vorsicht ist besser, als das Nachsehen zu haben – und das hatten wir in den letzten Monaten genug.“ Er betonte: „Ziel muss es sein, schnellstmöglich zu einem geregelten Schulbetrieb zurückzukommen. Das werden wir nur erreichen, wenn wir die Sicherheitsphase von zwei Wochen zu Beginn der Schule nutzen, um ein mögliches Infektionsgeschehen konsequent zu unterbinden.“

Kultusminister für Präsenzunterricht

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Die Kultusminister haben sich einheitlich für Präsenzunterricht für alle ausgesprochen – und zwar im gesamten kommenden Schuljahr. Bundesbildungs­ministerin Anja Karliczek hat gesagt, sie sei sehr optimistisch, dass die Schulen sehr lang offen gehalten werden könnten.

Eine Garantie für offene Schulen könne aber niemand geben. „Weil wir nicht wissen, was diese Mutationen, die auf der Welt unterwegs sind, uns da noch zumuten“, sagte sie zur Erklärung. Im Vergleich zum vergangenen Sommer gebe es jetzt aber die Vorteile des Impfens, der Tests und guter Hygienekonzepte.

Der Lehrergewerkschafter Beckmann kritisierte, es fehle an hinreichenden Vorbereitungen für den Schulstart. „Fast ein Drittel der Bundesländer sind jetzt in den Sommerferien – und vielerorts gibt es noch keine ausreichenden Vorgaben für die Zeit danach“, sagte er. Gefordert sei dabei nicht nur die Kultusministerkonferenz, sondern etwa auch das Gesundheitsministerium, wenn es um die Beschleunigung der Impfkampagne gehe.

„Wir wissen bereits von sehr hohen Impfquoten unter Lehrkräften, aber auch in den Familien und allen Kontaktgruppen brauchen wir einen hohen Fremdschutz vor allem für die unter Zwölfjährigen“, sagte Beckmann. „Sonst steht uns schneller die vierte Welle ins Haus, als wir uns das denken.“

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