Lauterbach: Ohne Corona-Maßnahmen hätten wir 250.000 Tote

  • Wie viele Leben die Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland gerettet haben, ist nicht exakt zu ermitteln.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht aber davon aus, dass Todeszahlen ohne Maßnahmen um ein Vielfaches höher wären.
  • 250.000 Menschen wären seiner Meinung nach gestorben - “und wir hätten noch immer keine vollständige Herdenimmunität.”
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Berlin. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland heute ohne die seit März ergriffenen Maßnahmen um ein Vielfaches höher wäre.

Die Zahl lasse sich zwar schwer ermitteln, weil die Menschen sich aus Angst vor dem Virus stark zurückgezogen hätten, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. „Sicherlich wären aber bisher 250.000 Menschen in Deutschland gestorben und wir hätten noch immer keine vollständige Herdenimmunität“, fügte er hinzu.

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348 neue Corona-Todesfälle - Grenze von 30.000 überschritten
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Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland die Grenze von 30.000 überschritten.  © dpa
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Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland hatte zu Wochenbeginn die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle - damit stieg die Zahl auf 30.126, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekannt gab. Darüber hinaus wurden 10.976 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

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Die Zahl der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete.

RND/dpa

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