• Startseite
  • Politik
  • Lauterbach mahnt: Diese Altersgruppe müssen wir jetzt besonders vor dem Virus schützen

Lauterbach mahnt: Diese Altersgruppe müssen wir jetzt besonders vor dem Virus schützen

  • Aktuell steigt die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen wieder deutlich an.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert daher die konsequente Anwendung der vereinbarten „Notbremse“.
  • Eine Altersgruppe hält er nun für besonders gefährdet.
Anzeige
Anzeige

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält eine dritte Corona-Welle für unvermeidlich. „Die dritte Welle ist auf keinen Fall verhinderbar“, sagte er dem Westdeutschen Rundfunk (WDR). Es sei nur die Frage, wie groß sie sein werde. Und je größer sie werde, desto mehr Menschen würden sterben, sagte Lauterbach.

Besonders davon betroffen werde die Altersgruppe der 50 bis 80 Jahre alten Menschen sein, meint Lauterbach. Diese Altersgruppe sei einerseits zu jung, um laut der Impfreihenfolge schon immunisiert zu sein, aber zu alt für einen milden Verlauf einer Infektion mit dem Coronavirus. „Von daher ist diese Gruppe besonders betroffen, und die müssen wir jetzt schützen – so gut wie wir können.“

Anzeige

In einer Nachricht auf Twitter fügte Lauterbach die Forderung hinzu, die vereinbarte „Notbremse“ zu ziehen, sobald die Inzidenzen bestimmte Grenzwerte überschritten. „Wer jetzt lockert, nimmt viele schwere und tödliche Verläufe in Kauf, besonders bei den 50- bis 80-Jährigen.“

Bund und Länder hatten sich zuletzt auf Lockerungsschritte geeinigt, zugleich aber eine Rücknahme dieser beschlossen, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder die Marke von 100 überschreitet.

Video
RKI erwartet mehr Infektionen an Ostern als an Weihnachten
0:54 min
Das RKI prognostiziert in der Woche nach Ostern höhere Neuinfektionszahlen als rund um Weihnachten. Grund dafür ist die immer weiter verbreitete Virusvariante.

Aktuell registriert das Robert-Koch-Institut (RKI) wieder deutlich steigende Zahlen. Am Samstag meldete es 12.674 Neuinfektionen – und damit 3117 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen mit 76,1 deutlich höher als am Vortag (72,4). Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 239 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,19 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 119 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen von acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter eins, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Die Pandemie und wir In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise – jeden Donnerstag.

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnten die Zahlen an Ostern höher sein als noch vor Weihnachten, warnte das RKI.

pach/dpa/RND

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen