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Lauterbach: Mit diesen Corona-Beschlüssen läuft die dritte Welle an

  • Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird grundsätzlich bis zum 28. März verlängert.
  • Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben.
  • SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält dies für einen folgenschweren Fehler.
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Berlin. Die Ergebnisse der Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage am Mittwoch wird von den meisten Beteiligten begrüßt. Vor allem die möglichen Öffnungsschritte werden von vielen als Licht am Ende des Tunnels gedeutet.

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Nach Corona-Gipfel: Lockdown wird verlängert - mit vielen Öffnungsmöglichkeiten
1:36 min
Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert.  © dpa/TNN

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete den Monat März im Kampf gegen die Corona-Pandemie als Übergangsmonat. „Es kann sich zum Guten, aber auch zum Schlechten entwickeln“, sagte Söder in der Nacht zum Donnerstag. „Wir hoffen sehr, dass der März ein Chancen-Monat wird.“

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SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach glaubt dies nicht.

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Er äußerte sich bei Twitter besorgt zu den Beschlüssen des Spitzentreffens.

„Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass mit diesem Beschluss die 3. Welle langsam anläuft“, schreibt Lauterbach. „Es kann sogar sein, dass das Terminshopping und Außengastro kurz anläuft. Aber spätestens Anfang April liegt die Inzidenz über 100 und das Intermezzo ist beendet.“

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Angesichts der neuen Teststrategie machte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) für einen absehbaren Mangel bei Testkapazitäten verantwortlich.

„Dass es scheinbar noch einige Wochen dauern wird, bis Schnelltests überhaupt flächendeckend in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen werden, grenzt an Arbeitsverweigerung der Minister Spahn und Altmaier.“

Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) äußert sich kritisch zum Stufenplan für Lockerungen ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 50. „Das ist schon ein Wagnis“, sagte er in einer in der Nacht zum Donnerstag verbreiteten Videobotschaft.

Ihm wäre eine Inzidenz von 35 lieber gewesen. Gleichzeitig lobte er den Stufenplan als „atmendes System“, welches je nach Infektionsdichte mehr oder weniger zulasse.

RND/cle/dpa

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