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Lauterbach gegen Koalition seiner SPD mit der Linken: „Bündnis hätte keine Zukunft“

  • In den Umfragen liegt die SPD gerade deutlich vor der Union.
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach glaubt dennoch an ein knappes Rennen am Abend der Bundestagswahl.
  • Von einem Bündnis mit den Linken rät er seiner Partei ab: „Wir hätten ständige Streitereien.“
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Köln. Karl Lauterbach tippt auf einen knappen Ausgang der Bundestagswahl. „Ich glaube, dass wir zum Schluss knapp vorne liegen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Köln. „Ich glaube, dass das Wahlergebnis knapp sein wird. Es wird kein klares Ergebnis sein.“ Der SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz habe einen fantastischen Wahlkampf gemacht.

Von einem Bündnis mit der Linken rät der seiner Partei entschieden ab. „Wir kämen in der Außen-, Verteidigungs- und Innenpolitik, aber auch in der Bewältigung der Corona- und Klimakrise nicht voran und wir würden uns zerlegen. Ein solches Bündnis hätte keine Zukunft“, sagt Lauterbach im Podcast „Die Wochentester“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)“.

+++ Der Liveblog zur Bundestagswahl +++

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Der SPD-Politiker sagt voraus: „Wir hätten ständige Streitereien und würden wahrscheinlich das Bündnis nach kurzer Zeit auflösen müssen.“ In der Koalitionsfrage habe er eine „ganz klare Präferenz für Rot-Grün, weil der Klimawandel in dieser Koalition am besten anzugehen wäre. Wenn das nicht geht, eine Ampel.“

Lauterbach: „Ich erwarte keine Belohnung“

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Lauterbach äußerte auch Ambitionen auf ein Regierungsamt: „Ich habe netto deutlich mehr gebracht als gekostet! Wenn wir gewinnen, werde ich eine Rolle spielen, die ein gewisses Gewicht hat. Ich erwarte keine Belohnung, würde mich aber freuen, in einer Regierung mitspielen zu können.“

In seinem eigenen Wahlkreis Leverkusen/Köln IV geht Lauterbach davon aus, dass er mit deutlichem Vorsprung gewinne.

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Auf der Landesliste der NRW-SPD steht Lauterbach auf Platz 23 - nicht besonders hoch, wenn man bedenkt, wie bekannt er als Corona-Experte geworden ist. „Der Listenplatz interessiert mich nicht“, sagte er dazu. „Ich werde direkt gewinnen, und das ist das Wichtigste.“

RND/fw/dpa

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