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Laumann verteidigt NRW-Strategie: „Wir müssen uns an höhere Inzidenzen gewöhnen“

  • Der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) glaubt, wir müssen uns wegen der Virusmutationen an höhere Inzidenzzahlen gewöhnen.
  • Der CDU-Politiker verteidigte die Teststrategie in NRW.
  • Shopping ist in NRW so auch in Städten mit hohen Inzidenzen möglich, wenn ein negativer Corona-Test vorgelegt werden kann.
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Im Interview mit dem WDR hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die aktuelle Teststrategie in seinem Bundesland trotz der hohen Inzidenzen verteidigt. „Ich glaube, dass es bei dieser britischen Mutante einfach so ist, dass wir uns an etwas höhere Inzidenzen gewöhnen müssen.“

Es gebe einen klaren Lockdown, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 100 überschreitet. Aber die Landesregierung habe Ausnahmen geschaffen: Durch die Vorlage eines negativen Tests kann Shopping weiterhin stattfinden.

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Die Bundesregierung plane genau solche Maßnahmen, wie sie in Nordrhein-Westfalen bereits umgesetzt werden. Nur die Vorlage eines negativen Tests ist laut des geplanten Infektionsschutzgesetzes nicht mehr möglich. Laumann sieht das kritisch: „Ich bin sicher, die Menschen lassen sich nicht mehr testen, wenn sie damit nicht mehr in ein Geschäft gehen können.“

Dabei ist der Gesundheitsminister überzeugt, dass durch dieses Testen viele Leute herausgefiltert und beispielsweise früher in Quarantäne geschickt werden als ohne diese Strategie.

Noch kritischer sieht er allerdings die vom Bund vorgeschlagenen Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 100. In einigen Städten in NRW habe man diese bereits eingeführt. „Aber ich muss sagen, die Hürden sind hoch.“ Erst in der vergangenen Woche habe das Land einen Prozess gegen diese Beschränkungen verloren.

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„Eine rechtssichere Ausgangssperre zu machen ist ein Kunststück“, betonte Laumann. Er sei gespannt, wie das Bundesverfassungsgericht darauf reagieren werde, wenn es ab einer Inzidenz von 100 diese Ausgangssperre geben wird.

RND

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