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Laschet siegesgewiss bei Kanzlerkandidatur und warnt: Karneval nicht wie gewohnt

  • Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat sich in einem Interview in punkto Kanzlerkandidatur siegesgewiss gegeben.
  • Für die Partei sei wichtig, welcher Kandidat schon einmal eine Wahl erfolgreich bestritten habe, betonte Laschet.
  • Weniger zuversichtlich gab er sich hinsichtlich des Karnevals - natürlich stehe auch dieser “zur Disposition”.
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Berlin. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet gibt sich im Rennen um den CDU-Vorsitz siegesgewiss. “Die Bundestagswahl wird ein Kampf um die Mitte sein. Sowohl der SPD-Kanzlerkandidat als auch die Grünen streben in die Mitte. Die Union muss ihre Zustimmung dort erhalten. Da kann ich Überzeugendes einbringen”, sagte Laschet der “Bild am Sonntag”. Zu den gestiegenen Beliebtheitswerten von CSU-Chef Markus Söder sagte er: “Dass Markus Söder die CSU wieder stärker gemacht hat, freut mich. In der Krise habe ich so entschieden, wie es für mein Land Nordrhein-Westfalen richtig, wirkungsvoll und auch verhältnismäßig ist. Ich glaube, dass ein solcher Politikstil und solche Inhalte letztlich überzeugen werden.”

Für die Delegierten gebe es “mit Blick auf unsere Chancen bei der Bundestagswahl ein wichtiges Kriterium: Wer der Kandidaten hat schon mal eine Wahl erfolgreich bestritten und gewonnen?” Als Ministerpräsident eines großen Landes bringe er viel praktische Regierungserfahrung mit.

Auch der Karneval steht zur Disposition

Auch zum Karneval äußerte sich der NRW-Ministerpräsident. Laschet bittet Karnevalisten wegen der Corona-Pandemie um Verständnis. “In diesem Corona-Jahr mussten und müssen wir alle auf Liebgewonnenes verzichten: Wenn Christen auf ein Osterfest in der Gemeinschaft, die Schützen auf ihr Schützenfest, Weintrinker auf ihr Weinfest, die Fußballfans auf ihre Stadionbesuche verzichten mussten, dann ist doch klar, dass auch der Karneval zur Disposition steht”, sagte der CDU-Politiker.

Er wünsche sich eine gemeinsame Regelung in den benachbarten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die von den Vereinen mitgetragen werde. "Dann werden die Menschen verstehen, dass wir mit dem Virus nicht so Karneval feiern können wie es üblich war", sagte Laschet. Karneval mit vielen Menschen auf engem Raum und Alkohol sei derzeit schwer vorstellbar.

Angesichts der neuen Corona-Auflagen für Großveranstaltungen in NRW planen die Kölner Karnevalisten bereits einen alternativen Start in die Session am 11.11. - mit deutlich weniger Besuchern. Wegen der Infektionszahlen sei eine Sessionseröffnung in kleiner Runde mit Live-Übertragung im WDR das wahrscheinlichste Szenario, hatte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, am Donnerstag erklärt.

RND/dpa

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