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  • Laschet-Rede vor CDU-Wahl: Vertrauen erarbeiten, von Rechtsterrorismus abgrenzen

Laschet: „Bin vielleicht nicht der Mann der perfekten Inszenierung, aber ich bin Armin Laschet“

  • Der zweite Teil des CDU-Parteitages ist eröffnet, wer wird neuer Parteivorsitzender?
  • Als erster Kandidat hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet eine Rede gehalten.
  • Er wolle sich Vertrauen erarbeiten und grenzt sich klar von Polarisierungen ab.
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Berlin. CDU-Vorsitz-Bewerber Armin Laschet hat sich bei seiner Rede auf dem digitalen Parteitag der CDU klar von Polarisierungen abgegrenzt. „Polarisieren kann jeder. Wir müssen Klartext sprechen, aber nicht polarisieren”, sagte er.

Zuvor schilderte er, wie in den USA Donald Trump durch Polarisieren Vertrauen zerstört hat. „Wir müssen integrieren können, eine Gesellschaft zusammenführen”, sagte Laschet weiter.

Laschet betont Kompromissfähigkeit

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Er stellte sich in die Tradition von Angela Merkel. Sie habe großes Vertrauen bei der Bevölkerung. Für Vertrauen „reichen nicht markige Worte, es reichen auch nicht schöne Worte”. Man müsse „das Handwerkszeug für eine Politik der Mitte beherrschen” – und zwar die Fähigkeit zum Kompromiss.

Ausdrücklich grenzte sich Laschet auch von Rechtsterroristen ab. „Wir lassen uns unser Land von Rechtsterroristen und Brandstiftern nicht kaputtmachen”, sagte er.

+++Verfolgen Sie hier den CDU-Parteitag im Liveblog+++

Laschet zeichnet sich als Teamspieler, der mit Gesundheitsminister Jens Spahn im Team antritt. „Die CDU ist keine One-Man-Show”, sagt er. „Die CDU braucht keinen CEO, keinen Vorstandsvorsitzenden.” Sie brauche „eine Mannschaft, auf die sich alle verlassen können”. Laschet greift die Kritik an seiner Performance auf: „Ich bin vielleicht nicht der Mann der perfekten Inszenierung, aber ich bin Armin Laschet. Darauf können Sie sich verlassen.” Und er zeigt die Bergmann-Erkennungsmarke seines Vaters. Der habe gesagt, er solle den Leuten sagen: „Sie können sich auf dich verlassen.”

Teampartner und Gesundheitsminister Jens Spahn warb Laschet als neuen Parteichef. Spahn nutzte dazu die Fragerunde nach den Vorstellungsreden der drei Kandidaten. Laschet und er träten als Team an, es brauche eine geschlossene Partei. Laschet lebe Zusammenhalt. Laschet habe ein Viertel der Deutschen tatkräftig und besonnen durch die Pandemie geführt, sagte Spahn – eine Frage an die Kandidaten stellte er aber nicht. Laschet will Spahn im Falle eines Siegs bei der Wahl zum Parteivorsitzenden als einen von fünf stellvertretenden Parteivorsitzenden vorschlagen.

RND/vat/cz/dpa

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