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Laschet: Tierschutz wird in Betrieben eingehalten, Menschenschutz nicht

  • Nach dem schweren Corona-Ausbruch in einer Tönnies-Fleischfabrik hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Fleischindustrie erneut scharf kritisiert.
  • In den Betrieben würden die "Tierschutzkategorien eingehalten", aber "die Menschenschutzkategorien nicht".
  • Außerdem äußerte er sich in der Pressekonferenz zu dem Vorstoß Bayerns für flächendeckende Corona-Tests.
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Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat erneut die Fleischindustrie scharf kritisiert. In den Betrieben würden die "Tierschutzkategorien eingehalten", aber "die Menschenschutzkategorien nicht", sagte Laschet am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Bei jedem Tier sei der Weg digital verfolgbar, von wem es wie geliefert wurde - gleichzeitig wisse man nicht, wer arbeite in einer Fabrik “und wo wohnt der”. Das sei ein “Auseinanderfallen, das so nicht akzeptabel ist”.

Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen hatten jüngst für Aufsehen gesorgt - insbesondere der massive Ausbruch im Tönnies-Werk im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh.

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NRW: Infektionszahlen sind ohne Tönnies im "normalen" Bereich
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Der NRW-Gesundheitsminister will die Verlängerung des bestehenden Coronamaßnahmen um zwei Wochen vorschlagen.  © Reuters

Der Ministerpräsident geht derweil davon aus, dass Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebote auch über den 15. Juli hinaus in NRW Bestand haben werden. Die Landesregierung hatte am Vortag angekündigt, die Maßnahmen um mindestens zwei weitere Wochen zu verlängern.

Das Land NRW wird zudem zunächst keine flächendeckenden Corona-Tests nach bayerischem Vorbild einführen. Laschet sagte: “Ich will das nicht bewerten, was die bayerischen Kollegen machen. Wir machen, was wir für Nordrhein-Westfalen richtig halten. Mir ist vor allem wichtig, dass wir es da, wo es brennt, verpflichtend machen.” Laschet nannte als Beispiel die Fleischindustrie, wo ab dem 1. Juli Beschäftigte in NRW mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden müssen.

RND/dpa

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