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Laschet attackiert, doch Scholz schaukelt das TV-Triell nach Hause

  • Der Schlagabtausch im zweiten Duell war hart.
  • Obwohl Scholz durch Fragen nach seinen Finanzskandalen unter Druck geriet, ging er als Sieger vom Platz.
  • Laschet konnte die ersehnte Trendwende nicht schaffen, kommentiert Eva Quadbeck.
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Das zweite von drei TV-Triellen in diesem Wahlkampf war schneller, härter und aggressiver als die erste Fernsehdebatte. Das lag auch daran, dass der Wahlkampf insgesamt an Schärfe und Dynamik zugelegt hat. Vor allem Union und SPD fallen inzwischen verbal übereinander her – insbesondere in den sozialen Netzwerken.

Alle drei Kandidaten sind in die Mangel genommen worden. Am Ende ging der Punkt an Scholz, obwohl der SPD-Kanzlerkandidat in der ersten Hälfte des Triells in die Defensive geriet. Er musste erklären, warum immer wieder in seinem Verantwortungsbereich die Aufsicht nicht funktioniert, wenn es um Steuerhinterziehung und Schwarzgeld geht.

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Über weite Strecken lief der Schlagabtausch zwischen SPD und Union, die nach den Umfragen inzwischen allein um das Kanzleramt ringen. Scholz hatte sich schnell wieder gefangen und fand in seine bisher gut funktionierende Wahlkampfstrategie zurück, sich als Staatsmann und Regierungshandwerker zu verkaufen – dazu ein wenig Merkel-Sound.

Laschet bot Scholz immer wieder Paroli, angriffslustig und inhaltlich munitioniert, wirkte zwischenzeitlich aber unkonzentriert.

Baerbock wiederum war tough, programmatisch gut aufgestellt und schlagfertig. Sie blieb bei den eigentlichen Duellen aber außen vor. Der von ihr und Scholz mehrfach betonte rot-grüne Schulterschluss half vor allem dem SPD-Kanzlerkandidaten und verfestigte ihre Rolle als potenzielle Juniorpartnerin in einer Regierung.

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Mit diesem TV-Triell hat sich der aktuelle Trend verfestigt. Laschet ist der gewünschte Wendepunkt nicht gelungen. Wobei man wahrscheinlich mit einer TV-Debatte ohnehin keinen Wendepunkt in einem Wahlkampf schaffen kann. Dafür braucht es dann doch reale Ereignisse. Dennoch bleibt das Rennen offen.

Die Parteien sind immer noch nah beieinander und die Umfragen haben sich in diesem Wahlkampf schnell und oft gedreht.

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