• Startseite
  • Politik
  • Laschet als Kanzlerkandidat will nur jedes fünfte CDU-Mitglied, Söder mit mehr Zuspruch

Nur jedes fünfte CDU-Mitglied für Laschet als Kanzlerkandidat

  • CDU-Parteichef Armin Laschet hat für eine Kanzlerkandidatur nur wenig Rückhalt in den eigenen Reihen.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bekommt mit 68 Prozent deutlich mehr Zuspruch.
  • Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Für eine Kanzlerkandidatur hat CDU-Chef Armin Laschet nur wenig Rückhalt in den eigenen Reihen. Nur jedes fünfte CDU-Mitglied wünscht sich Laschet als Kanzlerkandidaten. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des RedaktionNetzwerks Deutschland (RND) hervor.

Auf die Frage nach ihrer Präferenz sprachen sich 21 Prozent für Laschet und 68 Prozent für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aus.

„Mit ihm als Kanzlerkandidaten – so die Meinung von drei Viertel der CDU-Mitglieder – würde die Union auch bei der kommenden Bundestagswahl ein besseres Ergebnis erzielen“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. Nur 18 Prozent sind der Ansicht, dass die Union mit Armin Laschet besser abschneiden werde.

Anzeige

Forsa befragte vom 26. bis 29. März 1030 CDU-Mitglieder zur Lage der Partei.

Nach den Gründen für die aktuell bundesweit miesen Umfragewerte und das schlechte Abschneiden bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gefragt, nannten 51 Prozent das schlechte Corona-Management. Mehrfachnennungen der Gründe waren möglich. So gaben die Parteimitglieder weitere Ursachen für die aktuell Misere an: „Maskenaffäre“ und Bestechlichkeit (41 Prozent), regionale Gründe (22), Profillosigkeit (16 Prozent).

Die Spitzenpolitiker Angela Merkel (4), Armin Laschet (4) und Jens Spahn (2) wurden kaum genannt. Etwas weniger als die Hälfte der CDU-Mitgliedschaft (48 Prozent) ist der Ansicht, dass sich die Partei in ihrer schwersten Krise seit der Spendenaffäre befinde. Die einfachen Mitglieder denken dies mit 50 Prozent etwas häufiger als die Funktionäre (44).

Anzeige

Ein buntes Bild zeigt sich bei der Frage, welche Koalition die CDU-Mitglieder nach der Bundestagswahl bevorzugen. Favoriten als künftige Bündnispartner sind die Grünen mit 39 Prozent, gefolgt von Grünen und FDP – also eine Jamaika-Koalition (26 Prozent). Knapp jeder Vierte ist für ein Bündnis allein mit der FDP. Nur 9 Prozent sehen die Sozialdemokraten als Wunschkoalitionspartner.

Anzeige

Auf die Frage wiederum, was die Mitglieder tatsächlich erwarten, sieht das Bild anders aus. 58 Prozent rechnen mit einer schwarz-grünen Koalition. 6 Prozent immerhin meinen, dass ein solches Bündnis von einem grünen Kanzler angeführt werde. Mit einer Ampel rechnen 14 Prozent. An Rot-Grün-Rot oder eine Neuauflage der aktuellen Regierungskoalition glauben nur jeweils 9 Prozent.

Die Umfrage hat zudem ergeben, dass es eine deutliche Kluft zwischen CDU-Mitgliedern und der übrigen Anhängerschaft der Partei gibt.

„Generell zeigt sich das Problem, dass sich von den CDU-Mitgliedern deutlich mehr im rechten politischen Spektrum verorten als von den Anhängern der Partei und erst recht von allen Wahlberechtigten“, betont Güllner.

Anzeige

In einer ersten Version fand sich in der Grafik zur Kanzlerpräferenz ein Fehler. Dort stand „Ehemalige“ statt „einfache Mitglieder“. Befragt wurden repräsentativ ausschließlich 1030 CDU-Mitglieder.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen