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Deutschland in der Energiekrise

SPD-Chef Klingbeil hält Debatte um längere Atomlaufzeiten für schädlich

Ist gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken: Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil

Berlin. Im Streit um die Absicherung der Energieversorgung in Deutschland hat SPD-Chef Lars Klingbeil eine Laufzeitverlängerung der verbliebenen Atomkraftwerke abgelehnt.

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Wirtschaftsforums der SPD

„Atomenergie ist keine Lösung dafür“, sagte er bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsforums der SPD am Dienstag in Berlin. „Wer diese Diskussion führt, schadet am Ende dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Klingbeil verwies auf den dafür nötigen Einkauf von Brennelementen, Personaleinstellungen oder zuletzt nicht vorgenommene Sicherheitsüberprüfungen. Es müsse jetzt darum gehen, Gas zu beschaffen, Alternativen auszubauen und auch Kohlekraftwerke länger laufen zu lassen.

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Wir brauchen Pragmatismus.

Lars Klingbeil, SPD-Chef

„Wir brauchen Pragmatismus. Es geht in der Energiepolitik gerade nicht um einen Schönheitspreis.“

Der SPD-Chef sagte, der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse „ein Booster“ in der Krise sein. Er verteidigte den Kurs der Sanktionen gegen Russland wegen des von Präsident Wladimir Putin begonnenen Ukraine-Krieges.

„Niemand ist abgerückt von der Solidarität mit der Ukraine“, sagte Klingbeil. „Aber es war doch richtig, dass wir den Gashahn nicht von unserer Seite zugedreht haben. Und zwar nicht, weil wir Putin schonen wollten, sondern weil wir wussten, was das für eine Konsequenz für den Industriestandort Deutschland hat.“

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Es gehe auch in den nächsten schweren Monaten um Arbeitsplätze, um gesellschaftlichen Zusammenhalt und Stabilität, sagte Klingbeil. Dies sei eine nationale Aufgabe.

Er warb für die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gestartete konzertierte Aktion mit Gewerkschaften und Arbeitgebern. Angesichts vieler Krisen sei es ein wichtiges Signal, zusammenzukommen und die gemeinsame Verantwortung zu schärfen.

RND/dpa

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