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„Jetzt geht es um Kampf“: SPD-Generalsekretär Klingbeil kündigt harte Bandagen an

  • Nach dem schlechtesten Wahlergebnis der SPD-Geschichte in Sachsen-Anhalt schaltet Generalsekretär Lars Klingbeil in den Angriffsmodus.
  • „Vielleicht müssen wir noch lauter werden und mehr Aufmerksamkeit bekommen“, sagt er.
  • Den deutlichen Sieg der CDU bringt er nicht mit Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet in Verbindung.
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Bonn/Berlin. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen offensiveren und härteren Bundestagswahlkampf angekündigt. „Jetzt geht es darum, zu zeigen, was wir geschafft haben und was wir vorhaben. Jetzt geht es um Kampf - und wir haben 111 Tage Zeit“, sagte Klingbeil im Fernsehsender Phoenix.

Seine Partei arbeite in der Regierung fleißig und bringe die Dinge voran. „Aber vielleicht müssen wir noch lauter werden und mehr Aufmerksamkeit bekommen“, betonte er. Hoffnung machten die guten persönlichen Zustimmungswerte von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. „Diese Werte gilt es jetzt auf die SPD zu übertragen. Das Rennen ist sehr offen“, sagte Klingbeil.

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Die CDU habe in Sachsen-Anhalt unter anderem deshalb deutlich gewonnen, weil viele Menschen dem amtierenden Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) ihre Stimme gegeben hätten, um die AfD als stärkste Kraft zu verhindern. Diese Situation lasse sich nicht auf den Bund übertragen. „Ich verstehe, dass die Union in völliger Euphorie ist. Sie können feiern, aber dieser Wahlsieg hat ganz viel mit Sachsen-Anhalt und Herrn Haseloff zu tun und ganz wenig mit Armin Laschet und der Union auf Bundesebene“, unterstrich Klingbeil.

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Die Christdemokraten hatten am Sonntag erheblich besser abgeschnitten als erwartet: Sie sprangen auf 37,1 Prozent (2016: 29,8). Die SPD verzeichnete hingegen mit 8,4 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt (2016: 10,6 Prozent). Es ist auch bundesweit eines ihrer schlechtesten in der Nachkriegsgeschichte: In Sachsen hatten die Sozialdemokraten 2019 mit 7,7 Prozent ihr schlechtestes Landtagswahlergebnis überhaupt eingefahren, in Thüringen kamen sie im selben Jahr nur auf 8,2 Prozent.

RND/tdi/dpa

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