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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Fragen und Antworten

  • Noch vor der Bundestagswahl im September findet in Sachsen-Anhalt eine Landtagswahl statt.
  • Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU bewirbt sich um eine dritte Amtszeit.
  • Das Wichtigste zur Wahl fassen wir hier zusammen.
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Auch in Sachsen-Anhalt findet im Superwahljahr 2021 eine Landtagswahl statt. Wie beurteilen die Menschen dort den Umgang ihrer Landesregierung mit der Corona-Pandemie? Reicht es für einen Fortbestand der sogenannten Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen um Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)? Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Fragen zur Wahl.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

  • Wann wird gewählt? Am Sonntag, 6. Juni 2021. Es handelt sich um die Wahl zum 8. Landtag.
  • Wann sind die Wahllokale geöffnet? Wie bei Landtags- und Bundestagswahlen üblich, öffnen die Wahllokale in Sachsen-Anhalt um 8 und schließen um 18 Uhr.
  • Wer darf wählen? Alle Bürgerinnen und Bürger, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt seit mindestens drei Monaten im Land Sachsen-Anhalt haben.
  • Gibt es eine Briefwahl? Ja. Die Briefwahlunterlagen werden allen Wahlberechtigten spätestens drei Wochen vor der Wahl per Post zugeschickt. Weitere Informationen gibt es hier.
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Wer sind die Spitzenkandidaten?

Die größten Parteien treten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit folgenden Spitzenkandidaten an:

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  • Reiner Haseloff, CDU – amtierender Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
  • Oliver Kirchner, AfD – Landesfraktionsvorsitzender
  • Eva von Angern, Die Linke – Landesfraktionsvorsitzende
  • Katja Pähle, SPD – Landesfraktionsvorsitzende
  • Cornelia Lüddemann, Grüne – Landesfraktionsvorsitzende
  • Lydia Hüskens, FDP – stellvertretende Landesvorsitzende (Anm. d. Red. In einer früheren Version hieß es, dass Lydia Hüskens stellvertretende Landesfraktionsvorsitzende der FDP in Sachsen-Anhalt sei. Wir haben das korrigiert.)

Wie viele Sitze gibt es im Magdeburger Landtag?

Durch die Verringerung der Zahl der Wahlkreise von 43 auf 41 sinkt die Mindestzahl der Abgeordneten im Magdeburger Landtag von 87 auf 83. Die Zahl kann sich durch Überhang- und Ausgleichsmandate vergrößern. Erringt eine Partei mehr Direktmandate als ihr nach Parteienstimmen zustünden, behält sie diese als Überhangmandate. Um das Kräfteverhältnis im Parlament dann wieder auszugleichen, werden Ausgleichsmandate vergeben.

Welches Bild zeichnen Umfragen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt?

Kurz vor dem Urnengang liegt die AfD einer Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung erstmals vor der CDU und würde damit stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt. Laut ZDF-„Politbarometer“ lande die AfD dagegen mit 23 Prozent deutlich hinter der CDU mit 29 Prozent. Dahinter kämen die Linke (13 Prozent), Grüne (11 Prozent), SPD (10 Prozent) und FDP (8 Prozent). Auch ein Fortbestehen der derzeitigen Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grünen wäre demnach möglich. Ein ähnliches Bild rund eine Woche vor der Wahl zeichnet der „Sachsen-Anhalt-Trend“ von infratest dimap im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“.

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Wie ging die letzte Wahl in Sachsen-Anhalt aus?

Die letzte Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fand am 13. März 2016 statt. Die CDU gewann die Wahl mit 29,8 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei kam die AfD, die mit 24,3 Prozent der Stimmen erstmals in den Magdeburger Landtag einzog. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Linke (16,3 Prozent), SPD (10,6 Prozent) und Grüne (5,2 Prozent). Die FDP scheiterte knapp an der Fünfprozenthürde. Die Wahlbeteiligung lag 2016 bei 61,1 Prozent.

Nach der Wahl bildeten CDU, SPD und Grüne die erste Kenia-Koalition in der Geschichte der Bundesrepublik. Reiner Haseloff (CDU) wurde als Ministerpräsident Sachsen-Anhalts im Amt bestätigt.

Welche Parteien treten an?

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni sind 25 Parteien und Wählervereinigungen zugelassen. Diese sind (in der Reihenfolge der Wahlvorschlagsnummern auf dem Stimmzettel):

  • CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands)
  • AfD (Alternative für Deutschland)
  • Die Linke
  • SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)
  • Grüne (Bündnis 90/Die Grünen)
  • FDP (Freie Demokratische Partei)
  • Freie Wähler
  • NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands)
  • Tierschutzpartei (Partei Mensch Umwelt Tierschutz)
  • Tierschutzallianz (Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz)
  • LKR (Liberal-Konservative Reformer)
  • Die Partei (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative)
  • Gartenpartei
  • FBM (Freie Bürger Mitteldeutschland)
  • Tierschutz hier! (Aktion Partei für Tierschutz – Tierschutz hier!)
  • dieBasis (Basisdemokratische Partei Deutschland)
  • BGE (Bündnis Grundeinkommen – Die Grundeinkommenspartei)
  • DiB (Demokratie in Bewegung)
  • Klimaliste ST (Klimaliste Sachsen-Anhalt)
  • MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands)
  • ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei)
  • Die Humanisten (Partei der Humanisten)
  • Gesundheitsforschung (Partei für Gesundheitsforschung)
  • Piraten (Piratenpartei Deutschland)
  • WiR2020
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Was ist die Fünfprozenthürde?

In Sachsen-Anhalt gilt, wie bei Parlamentswahlen in Deutschland üblich, die sogenannte Fünfprozenthürde. Die Klausel soll eine Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien einziehen, die mehr als 5 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinen konnten. Für siegreiche Direktkandidaten gilt die Hürde nicht – sie erhalten einen Sitz im Parlament, auch wenn ihre Partei die Fünfprozenthürde nicht übersprungen hat.

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