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Landtagsabgeordnete sitzen wegen Coronavirus auf Besuchertribüne

  • Die Auswirkungen der Corona-Krise sind nun auch im Landtag zu spüren.
  • Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, mussten einige Abgeordnete auf der Besuchertribüne Platz nehmen.
  • Der Landtag hat noch weitere Vorsichtsmaßnahmen eingeführt.
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Magdeburg. Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, geht auch der Landtag von Sachsen-Anhalt bisher ungekannte Wege: Damit sich die Parlamentarier nicht zu nahe kommen, muss gut ein Viertel der Abgeordneten während der Sitzung am Freitag auf der Besuchertribüne Platz nehmen. Das geht aus der Sitzordnung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. “Nur so können wir den Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten”, sagte Parlamentssprecherin Ursula Lüdkemeier am Mittwoch.

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Um eine zweite Ansteckungswelle in Deutschland zu vermeiden, sind einige Verhaltens- und Hygieneregeln zu beachten.  © RND

Demnach sitzen insgesamt 23 Abgeordnete dort, wo sonst Schulklassen, Vereine oder sonstige zivilgesellschaftliche Gruppen sitzen. Betroffen sind sechs Mitglieder der AfD-Fraktion, zwölf Abgeordnete der CDU, ein Sozialdemokrat und vier Fraktionäre der Linken. Die drei fraktionslosen Abgeordneten sitzen auf Stühlen hinter den festinstallierten Sitzreihen im Plenarsaal. Einzig der Abstand zwischen Parlamentspräsidentin Gabriele Brakebusch und ihren beiden Schriftführern könne nicht vergrößert werden, sagte Lüdkemeier.

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Strengere Regeln für Besucher

Der Landtag hatte seine eigentlich für kommende Woche vorgesehene Sitzung wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf diesen Freitag vorverlegt. Am Dienstag beschloss der Ältestenrat den Ablauf für die Sitzung. Demnach soll der einzige Tagesordnungspunkt der dringend benötigte Haushalt sein. Redebeiträge werden zu Protokoll gegeben, Debatten finden nicht statt, außerdem gelten strengere Regeln für Besucher.

RND/dpa

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