Landminen: Trump richtet sich einmal mehr gegen das Leben

  • US-Präsident Donald Trump hat der Verwendung von Landminen grünes Licht gegeben.
  • Das ist wieder einmal schändliche Politik.
  • Je höher er im November die Wahl verliert, desto besser für die Welt, kommentiert Markus Decker.
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So absurd es für manche klingt: Auch für den Krieg gibt es Regeln – und zwar seit Langem. So soll die Zivilbevölkerung geschützt werden. Chemiewaffen sind verpönt beziehungsweise verboten. Für verborgene Antipersonenminen gilt Ähnliches. Dies hindert US-Präsident Donald Trump freilich nicht daran, diesen Minen wieder seinen zweifelhaften Segen zu geben.

Das ist schändlich, weil Minen Unschuldige treffen und dauerhaft schädigen – nicht zuletzt Kinder in Entwicklungsländern, die naturgemäß weniger vorsichtig sind als Erwachsene. Schändlich aber auch, weil Trump mit der Entscheidung die falschen Leute ermutigt – Warlords in entlegenen Gebieten, die kein Geld für moderne Waffensysteme haben, für schmutzige Minen jedoch sehr wohl. An dieser Bewertung ändert die Tatsache nichts, dass neben den USA einst auch Russland und China ein förmliches Verbotsabkommen nicht unterzeichnen wollten.

Polithygienische Gründe

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Überhaupt fällt Trump nach seiner Absage an das Pariser Klimaschutzabkommen erneut mit einer Entscheidung auf, die sich unmittelbar gegen das Leben richtet, gegen das Leben in näherer oder fernerer Zukunft. Er betreibt eine im Ganzen lebensfeindliche Politik.

Erst kürzlich wurde ja über die Frage diskutiert, ob deutsche Politiker den Mann im Weißen Haus persönlich attackieren dürfen. Anlass waren Äußerungen von Grünen-Chef Robert Habeck beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Heute muss man einmal mehr sagen: Sie dürfen nicht nur, manchmal müssen sie auch, schon aus polithygienischen Gründen. Wenn der Linke Stefan Liebich jetzt zum Beispiel sagt, Trump sei „ein schlechter Mensch“, dann hat er einfach recht. Je höher dieser Unmensch im November die Wahl verliert, desto besser für die Welt.

RND


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